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Vanthoffit


Formel: Na6Mg(SO4)4, monoklin

Typlokalität: Wilhelmshall bei Halberstadt, Sachsen-Anhalt

Erstbeschreibung:
K. Kubierschky (1902): Über ein eigenthümliches Salzvorkommen im sogenannten Magdeburg-Halberstädter Becken. Mit einem Nachtrag von J.H. van’t Hoff.- Sitzungsberichte der königl. preuss. Akad. d. Wissensch. zu Berlin, 405-415




Farbloser Vanthoffit. Berlepsch-Schacht, Stassfurt, Sachsen-Anhalt. Bildbreite 7 mm. Sammlung und Foto Thomas Witzke.


 
KUBIERSCHKY beschrieb 1902 ein neues Salzmineral von Wilhelmshall bei Halberstadt. Das Mineral kommt zusammen mit Langbeinit an der Grenze zum Hartsalz vor. Es ist farblos bis weiß zeigt einen unregelmäßigen Bruch und eine teilweise perlmuttartig schillernde Oberfläche. Der Geschmack ist schwach salzig. Die chemische Analyse lieferte nach Abzug von NaCl als Beimengung die Formel Na6Mg(SO4)4.
Das Mineral konnte durch VAN’T HOFF synthetisch aus einer Lösung von Natriumchlorid, Natriumsulfat und Magnesiumsulfat erhalten werden.
KUBIERSCHKY benannte das neue Mineral nach dem Chemieprofessor Jacobus Hendricius van’t HOFF, Amsterdam und Berlin, der auf dem Gebiet der Thermodynamik und Stereochemie arbeitete und 1901 den Nobelpreis erhielt.


Literatur:
KUBIERSCHKY, K. (1902): Über ein eigenthümliches Salzvorkommen im sogenannten Magdeburg-Halberstädter Becken. Mit einem Nachtrag von J.H. van’t Hoff.- Sitzungsberichte der königl. preuss. Akad. d. Wissensch. zu Berlin, 405-415




© Thomas Witzke / Stollentroll

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