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Hausmannit Formel: Mn3O4, tetragonal Typlokalität: Oehrenstock bei Ilmenau, Thüringen Erstbeschreibung: HAUSMANN, J.F.L. (1813): Blättricher Schwarz-Braunstein.- Handbuch der Mineralogie, vol. 1, p. 293. Göttingen (als "Blättricher Schwarz-Braunstein") erste Erwähnung: WERNER, A.G. & HOFFMANN, C.A.S. (1789): Mineralsystem des Herrn Inspektor Werners mit dessen Erlaubnis herausgegeben von C.A.S. Hoffmann.- Bergmännisches Journal 2, Band 1, 369-398 (als "Schwarz-Braunsteinerz") Benennung: HAIDINGER, W. (1828): Mineralogische Beschreibung der Manganerze. I. Prismatoïdisches Manganerz, Manganit. II. Pyramidales Manganerz, Hausmannit. III. Untheilbares Manganerz, Psilomelan. IV. Brachytypes Manganerz, Braunit. V. Prismatisches Manganerz, Pyrolusit.- Poggendorffs Annalen der Physik und Chemie 14, 197-211 (als "Hausmannit")
Hausmannit-Kristalle. Oehrenstock bei Ilmenau, Thüringen. Größe der Stufe 6 cm. Sammlung und Foto Thomas Witzke. Die erste Erwähnung als "Schwarz-Braunsteinerz" Das heute Hausmannit genannte Mineral wird als "Schwarz-Braunsteinerz" erstmals in dem 1789 von Christian August Siegfried HOFFMANN herausgegebenem und mit Erläuterungen versehenem Mineralsystem WERNERs aufgelistet. Außer der bloßen Erwähnung des Namens gibt es jedoch keinerlei weitere Angaben, so dass das Mineral hier nur dadurch zuzuordnen ist, weil sich spätere Autoren auf das WERNERsche Schwarz-Braunsteinerz beziehen. Als Erstbeschreibung des Minerals kann diese Erwähnung nicht betrachtet werden. Erstbeschreibung von Oehrenstock bei Ilmenau Die erste Beschreibung findet sich bei Johann Friedrich Ludwig HAUSMANN (1813) als "Blättricher Schwarz-Braunstein" [als PDF-File (235 KB)]:
Weitere Untersuchungen an dem Mineral August BREITHAUPT (1817) [als PDF-File (458 KB)] beschreibt das Minerals als "Schwarzer Braunstein" und merkt zu den Kristallen an, dass
Friedrich MOHS (1824) [als PDF-File (371 KB)] nannte das Mineral "Pyramidales Mangan-Erz" und führte Kristallvermessungen durch. Er bestätigte, dass es sich nicht um Oktaeder, sondern um gleichschenklige vierseitige Pyramiden (Dipyramiden) handelt. Ebenso beschreibt er die Verzwilligungen und die typischen Fünflinge (siehe Zeichnung). Weiter schreibt er:
Die Benennung als Hausmannit Den heute gebräuchlichen Namen Hausmannit führte Wilhelm HAIDINGER 1828 ein: "Hrn. Prof. Hausmann zu Ehren, haben Dr. Turner und ich für diese Species den Namen Hausmannit vorgeschlagen. Der Hausmannit ist bis jetzt auf die Porphyrformation von Ihlefeld eingeschränkt. Er kommt daselbst in einem besonderen Gange vor, wie es vom Prof. Gustav Rose bemerkt worden ist". In einer ausführlichen Arbeit über Manganminerale gibt HAIDINGER (1831) die Dichte mit 4.722 und die Härte des Minerals mit 5.0 – 5.5 an. Bei einer chemischen Analyse fand Edward TURNER (1831), dass Hausmannit dem synthetisch bekannten "anhydrous red oxide of manganese" entspricht. Die Zusammensetzung des synthetischen roten Manganoxides hatte TURNER vorher zu Mangan 72.291 und Sauerstoff 27.709 % bestimmt (theoretisch für Mn3O4 : Mn 72.03, O 27.97 %). Literatur: BREITHAUPT, A. (1817): Schwarzer Braunstein.- C.A.S. Hoffmann´s Handbuch der Mineralogie, Vol. 4.1., Freiberg, Verl. Craz & Gerlach, p. 149-151 [als PDF-File (458 KB)] HAIDINGER, W. (1828): Mineralogische Beschreibung der Manganerze. I. Prismatoïdisches Manganerz, Manganit. II. Pyramidales Manganerz, Hausmannit. III. Untheilbares Manganerz, Psilomelan. IV. Brachytypes Manganerz, Braunit. V. Prismatisches Manganerz, Pyrolusit.- Poggendorffs Annalen der Physik und Chemie 14, 197-211 HAIDINGER, W. (1831): Mineralogical Account of the Ores of Manganese.- Transactions of the Royal Society of Edinburgh 11, 119-142 HAUSMANN, J.F.L. (1813): Blättricher Schwarz-Braunstein.- Handbuch der Mineralogie, Vol. 1, p. 293. Göttingen [als PDF-File (235 KB)] MOHS, F. (1824): Pyramidales Mangan-Erz.- Grundriss der Mineralogie, vol. II, p. 484-486 [als PDF-File (371 KB)] TURNER, E. (1831): Chemical Examination of the Oxides of Manganese.- Transactions of the Royal Society of Edinburgh 11, 143-174 WERNER, A.G. & HOFFMANN, C.A.S. (1789): Mineralsystem des Herrn Inspektor Werners mit dessen Erlaubnis herausgegeben von C.A.S. Hoffmann.- Bergmännisches Journal 2, Band 1, 369-398
Hausmannit-Kristalle. Grube Lutherfeufe, Oehrenstock bei Ilmenau, Thüringen. Bildbreite 5 mm. Sammlung und Foto Thomas Witzke.
Hausmannit-Kristalle. Ilfeld, Harz, Thüringen. Bildbreite 5 mm. Sammlung und Foto Thomas Witzke.
Hausmannit-Kristalle. Ilfeld, Harz, Thüringen. Größe der Stufe 7 cm. Sammlung und Foto Thomas Witzke.
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