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Das Mineral fand sich im Juli 1876 in hangenden Steinsalz-Schichten der damaligen tiefsten Sohle in Leopoldshall bei Staßfurt in Form von 2 - 3 cm dicken Lagen zwischen Steinsalz. Weitere Begleitminerale sind Kieserit und Carnallit. Senkrecht zu den Lagen ist eine stengelige Struktur aus körnig-blättrigen Aggregaten erkennbar, ähnlich Fasergips. Das Mineral ist glasglänzend bis matt. Die Dichte wurde mit 1,65 g/cm3 und die Härte mit 1 - 2 bestimmt. Das Mineral ist stark hygroskopisch und weist einen stechend bittersalzigen Geschmack auf. OCHSENIUS vermutete für das Mineral monokline Symmetrie. Zwei von Herrn KÖNIG (in OCHSENIUS, 1877) durchgeführte Analysen stimmen sehr gut mit der theoretischen Zusammensetzung für MgCl2 · 6 H2O überein.
OCHSENIUS (1877) [als PDF-File (837 KB)] benannte das Mineral nach dem Professor für Chemie an der Universität Bonn, Karl Gustav BISCHOF (1792-1870), wobei der Name auch an den Bergrat F. BISCHOF von den Staßfurter Salzwerken erinnern soll.
Literatur:
OCHSENIUS, C. (1877): Die Bildung der Steinsalzlager und ihrer Mutterlaugensalze unter specieller Berücksichtigung der Flötze von Douglashall in der Egeln´schen Mulde.- Halle, Verlag Pfeffer, 172 p. [als PDF-File (837 KB)]
Chemische Analyse von Bischofit
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Bischofit von Leopoldshall (OCHSENIUS, 1877) |
Bischofit, theoretische Zusammensetzung |
| Mg |
11.79 |
11.98 |
| Cl |
34.99 |
34.87 |
| H2O |
53.22 (Differenz) |
53.15 |
| Summe |
100.00 |
100.00 |
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