HOME
PRÄHISTORIE
BRANDENBURG
BEGRIFFE
LINKS
NÄCHSTE SEITE / NEXT PAGE



Megalithgräber und Menhire in Brandenburg




Steinkiste im Tempelberger Forst, Tempelberg bei Müncheberg

Sprockhoff: -

Die Steinkiste befindet sich östlich von Berlin, etwa 7,5 km südlich von Müncheberg, etwa 10 km nordöstlich von Fürstenwalde und 2,5 km südlich von Tempelberg im Tempelberger Forst. Von der Straße Heinersdorf - Steinhöfel (die weiter nach Fürstenwalde führt), zweigt etwa 1,8 km südlich von der Abzweigung nach Tempelber eine Straße Richtung Südosten nach Hasenfelde ab. Gegenüber der Abzweigung führt ein Feldweg zum Tempelberger Forst. Nach etwa 500 Metern erreicht man auf dem Weg den Waldrand. Nach weiteren 500 Metern auf dem Weg, und nachdem man eine Wegekreuzung überquert hat, an der der Weg etwas nach rechts versetzt wird, trifft man auf einen großen, in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Waldweg. Diesem Weg folgt man etwa 300 Meter nach Süden und hat dann die Steinkiste rechts (westlich), einige Meter neben dem Weg im Wald zu liegen. An der Anlage steht eine Informationstafel, deren Angaben hier verwendet wurden.

Das Grab wurde 1871 von Arbeitern bei der Suche nach Baumaterial entdeckt. Die Anlage wurde zunächst nach Schätzen durchwühlt und später durch den Verein für Heimatkunde Müncheberg ausgegraben. Dabei fanden sich Knochen von mindestens sechs Individuen, ein Schweinezahn und ein Wetzstein. Danach geriet das Grab und die Position in Vergessenheit.
Erst 1984 wurde es wiederentdeckt und 1986 unter Leitung des Museums Fürstenwalde ausgegraben. Im östlichen Eingangsbereich fanden sich 147 Flintabschläge und 510 kleine Scherben. Da sich im Inneren kaum derartiges Material fand, wird von rituellen Handlungen beim Verschließen des Grabes ausgegangen. Die Scherben lassen sich der Kugelamphorenkultur (2300 - 2130 v.d.Z.) zuordnen.
Die Kammer ist in Ost-West-Richtung orientiert. Sie weist eine Länge von 8 Metern bei 2 Meter Breite im Westen und 1,30 Meter Breite im Osten auf. Der Zugang befand sich im Osten. Ursprünglich waren drei Decksteine vorhanden. Bei dem verwendeten Material der Kammer handelt es sich um Trebuser Sandstein, abgesehen von einer Kalksteinplatte. Die Nord- und die Westseite der Kammer ist noch gut erhalten.

Koordinaten (GPS gemessen): 52.42703° N, 14.16480° E (WGS84).




Die Steinkiste im Tempelberger Forst. Foto 26.05.2013.






Die Steinkiste im Tempelberger Forst. Foto 26.05.2013.






Die Steinkiste im Tempelberger Forst. Foto 26.05.2013.






Die Steinkiste im Tempelberger Forst. Foto 26.05.2013.






Die Steinkiste im Tempelberger Forst. Foto 26.05.2013.








HOME
PRÄHISTORIE
BRANDENBURG
BEGRIFFE
LINKS
NÄCHSTE SEITE / NEXT PAGE

© Thomas Witzke / Stollentroll