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Megalithgräber und Menhire in Brandenburg




Großsteingrab "Mürow", zwischen Mürow und Frauenhagen, bei Angermünde

Sprockhoff: Nr. 464.

Das Großsteingrab liegt östlich der Straße Frauenhagen - Mürow. An der Straße befindet sich eine alte Sandgrube, hier kann man parken. Nördlich davon auf dem Hügel liegt das Großsteingrab. An der Straße steht auch ein Stein mit einem Hinweis auf das Grab.
Es handelt sich um einen in Nordwest-Südost-Richtung orientierten erweiterten Dolmen von 2,46 x 0,96 bis 1,36 Metern Abmessung. Die Längsseiten weisen jeweils zwei Tragsteine auf. Alle stehen in situ, ebenso der nordwestliche Schlussstein. Die südöstliche Schmalseite weist einen Sandsteinblock als Schwellenstein auf. Der nordwestliche Deckstein lag in originaler Lage auf, der zweite fand sich in zwei Teilen neben dem Grab.
1965 wurde die Anlage durch H. Geisler vom Museum für Ur- und Frühgeschichte Potsdam untersucht. Dabei zeigte sich, dass die Grabanlage früher bereits mehrfach durchwühlt wurde. Gefunden wurden Skelettreste eines Mannes und einer Frau, Scherben eines Trichterbechers und anderer Gefäße, Gefäßreste der Kugelamphoren-Kultur, Bruchstücke von zwei Spinnwirteln sowie Querschneider und Klingen aus Feuerstein. Scherben eines weiteren Trichterbechers sowie ein beschädigter Feuersteindolch wurden außerhalb des Grabes gefundes.
Bei der Ausgrabung zeigte sich, dass die Teile des zweiten, gespaltenen Decksteins in das Fundament einer Mauer eingebunden war. Sie wurde vermutlich im 14. Jahrhundert angelegt, als hier zeitweise die Grenze zwischen brandenburgischem und pommerschem Herrschaftsbereich verlief. Die Straße sollte offenbar durch eine Straßensperre kontrolliert werden. Nach der Ausgrabung wurden die Teile des Decksteins wieder auf die Tragsteine aufgesetzt.

Literatur: Märkische Eiszeitstraße

Koordinaten (GPS gemessen): 53.06353° N, 14.03258° E (WGS84).




Das Großsteingrab Mürow. Foto 15.04.2006.






Das Großsteingrab Mürow. Foto 15.04.2006.






Das Großsteingrab Mürow. Foto 15.04.2006.








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