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Megalithgräber und Menhire in Brandenburg




vermutlich stark zerstörtes Großsteingrab "Carmzow", Carmzow bei Prenzlau

Sprockhoff: Nr. 459.

Das Grab liegt etwa 2 km südlich von Carmzow im Feld, einige hundert Meter westlich von dem Weg nach Wallmow inmitten von Schlehengestrüpp. Es ist recht schwierig zu erreichen.

Man sieht mehrere größere Steine, die den Eindruck von Trag- und Decksteinen machen. Der heutige Befund stimmt nicht mit Sprockkoffs Beschreibung überein. Das Grab soll 1956 bei der Auffindung zerstört worden sein. Bei einer anschließenden Ausgrabung ist es wiederhergestellt worden. Danach besteht es aus plattigen Tragsteinen, drei an der westlichen und vier an der östlichen Längsseite. Ein Schlussstein im Norden und ein Schwellenstein am südlichen Abschluss ist vorhanden. Ein in die Kammer gestürzter Deckstein war noch erhalten.
Nichts davon war bei dem Besuch 2007 zu sehen. Vielleicht wurde das wiederhergestellte Grab innerhalb von 50 Jahren erneut zerstört oder stark verändert. Außerdem müssten mehrere große Steine als Lesesteine vom Feld oben auf dem Hügel hier abgelagert worden sein. Das wäre jedoch sehr ungewöhnlich, da Lesesteine eher am Hügelfuß abgelegt und nicht auf den Hügel geschleppt werden. Sprockhoff hatte die Anlage nicht selber besucht, sondern bezieht sich auf eine Literaturangabe.

Koordinaten (GPS): 53.36580° N, 14.06639° E (WGS84).




Das Großsteingrab Carmzow. Foto 23.12.2007.






Das Großsteingrab Carmzow. Foto 23.12.2007.






Das Großsteingrab Carmzow. Foto 23.12.2007.






Etwa 500 Meter südlich von Carmzow, unmittelbar westlich des Wegs nach Wallmow liegt ein auffälliger Hügel im Feld. Ob es sich um ein bronzezeitliches Hügelgrab oder um ein zerstörtes Großsteingrab handelt, lässt sich nicht erkennen. Einige zum Teil sehr große Steine (der größte etwa 2 Meter) lassen letzteres vermuten, jedoch kann es sich auch teilweise um vom Feld hier abgelagerte Steine handeln.

Koordinaten (GPS): 53.37915° N, 14.06507° E (WGS84).




Der Grabhügel bei Carmzow. Foto 23.12.2007.






Der Grabhügel bei Carmzow, mit einem 2 Meter großen Stein. Foto 23.12.2007.






Der Grabhügel bei Carmzow. Foto 23.12.2007.





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© Thomas Witzke