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Megalithgräber und Menhire in Schleswig-Holstein




Großsteingrab "Glücksburg 1" (Dolmenpfad Grab Nr. 3), Glücksburg bei Flensburg

Sprockhoff: Nr. 17.

Im Waldgebiet nordöstlich von Glücksburg liegen sieben zum Teil stark zerstörte Megalithgräber sowie drei bronzezeitliche Hügelgräber. Die Anlagen sind über einen Rundwanderweg, den Dolmenpfad, erreichbar. Günstigster Ausgangspunkt ist der Parkplatz Friedeholz am Waldrand an der Paulinenallee in Glücksburg.

Bei Sprockhoff passen die Beschreibungen der Gräber Glücksburg 1 und 2 im Text nicht zur Angabe der Position in der Karte und zur verbalen Lagebeschreibung. Die beiden Gräber sind hier vertauscht. In der Zusammenstellung auf dieser Homepage wird der Nummerierung im Text und nicht auf der Karte gefolgt. Grab 17 (Glücksburg 1) ist damit das östliche der beiden. Es handelt sich um Grab Nr. 3 am Dolmenpfad.
Die Angaben zu dem Grab Glücksburg 1 (Sprockhoff 17) sind widersprüchlich. Sprockhoff führt zwei Tragsteine der östlichen Längsseite und ein Stein im Süden an, die alle in situ stehen. Dies ist auch auf einem Foto zu sehen. An der südlichen Seite gibt es eine deutliche Lücke, die offenbar den den Zugang darstellt. Sprockhoff geht von ursprünglich zwei vorhandenen Decksteinen aus, womit ein erweiterter Dolmen vorliegt.
Eine Beschreibung von Röschmann von 1963 nennt dagegen vier Seitensteine der Kammer. In Zusammenhang mit der vermuteten kleinen Kammergröße würde dies für einen einfachen Dolmen sprechen, ist aber nicht vereinbar mit der Zeichnung bei Sprockhoff.
Heute zu sehen sind zwei Tragsteine der östlichen Längsseite, die noch wie auf der Zeichnung bei Sprockhoff stehen, ein Schlussstein im Norden, zwei Steine auf der westlichen Seite und der bei Sprockhoff erwähnte Stein am südlichen Kammerende. Weiterhin sind zwei kleinere, vermutlich in situ stehende Steine auf der westlichen Seite des Zugangs sowie ein größerer Stein am südlichen Hügelrand, bei dem es sich um einen Trag- oder Deckstein des Zugangs handeln könnte, zu sehen. Möglicherweise sind bei Ausgrabungen weitere Steine gefunden worden, speziell die vom Zugang. Die Kammer selber wurde offenbar rekonstruiert, wie aus dem Vergleich mit dem Foto bei Sprockhoff zu erkennen ist. Für den Hügel wird ein Durchmesser von 9 Metern (Sprockhoff) bzw. 12 Metern (Röschmann) angegeben.

Koordinaten (GPS gemessen): 54.84691° N, 9.56080° E (WGS84).




Großsteingrab Glücksburg 1 (Dolmenpfad Grab Nr. 3). Der Hügel mit Kammer, Resten vom Zugang und einem Stein am Südrand des Hügels. Foto 15.05.2016.






Großsteingrab Glücksburg 1 (Dolmenpfad Grab Nr. 3). Foto 15.05.2016.






Großsteingrab Glücksburg 1 (Dolmenpfad Grab Nr. 3). Foto 15.05.2016.






Großsteingrab Glücksburg 1 (Dolmenpfad Grab Nr. 3). Foto 15.05.2016.






Großsteingrab Glücksburg 1 (Dolmenpfad Grab Nr. 3). Der gut erhaltene Hügel. Foto 15.05.2016.






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© Thomas Witzke / Stollentroll