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Megalithgräber und Menhire in Schleswig-Holstein
stark zerstörtes Großsteingrab "Behrensbrook 3", Behrensbrook, Neudorf-Bornstein, bei Eckernförde
Sprockhoff: Nr. 101.
In einem Waldstück zwischen Schnellmark und Behrensbrook liegen vier stark zerstörte
Megalithgräber, ein fünftes bei Sprockhoff erwähntes ist heute nicht mehr sichtbar.
Von der B76 biegt man in Schnellmark auf die B503 Richtung Noer ab. Nach etwa 1 km geht nach rechts
der Aschauer Weg ab, auf dem man nach 300 Metern ein Waldstück erreicht. Rund 100 Meter nach
der nördlichen Waldkante kreuzt ein Weg die Straße. Auf diesem Weg gelangt man zu den Gräbern
Behrensbrook 1 - 3. Nach 150 Metern in westliche Richtung erreicht man Grab 2, direkt anschließend in
der westlichen Verlängerung liegt Grab 3. Einige Meter nördlich von Grab 2 liegt unmittelbar
am Waldrand das Grab 1. Unmittelbar östlich von Grab 2 befand sich das Grab 4, von dem heute
nichts mehr zu sehen ist.
Das Grab Behrensbrook 3 ist sehr stark zerstört. Das Hünenbett in Ost-West-Orientierung
erstreckt sich noch über den Waldrand hinaus bis auf eine Wiese. Die Abmessung lässt sich
mit 67 x 6 Metern rekonstruieren. Der östliche Teil, der im Wald liegt, weist einen noch
erkennbaren Langhügel auf, jedoch fehlen hier alle oder fast alle Steine. Im westlichen Teil
ist von dem Hügel fast nichts mehr erhalten, aber noch einige vereinzelte Steine. Von den schon
bei Sprockhoffs Aufnahme von 1933 nur spärlich erhaltenen Steinen sind inzwischen weitere
verschwunden. Im Ostteil befand sich vermutlich eine Kammer, von der heute auch nichts mehr zu sehen ist.
In der Liste archäologischer Kulturdenkmale des Archäologischen Landesamtes
Schleswig-Holstein finden sich das Grab "Behrensbrook 2" und "Behrensbrook 3" unter der Nummer aKD-ALSH-003314.
Koordinaten (GPS gemessen):
54.44596° N, 9.92555° E (WGS84).
Großsteingrab Behrensbrook 3, ein Stein der Umfassung im Westteil. Foto 17.08.2008.
Großsteingrab Behrensbrook 3, Reste der Umfassung im Westteil. Foto 17.08.2008.
Großsteingrab Behrensbrook 3, der überwachsene Hügel im Ostteil. Foto 17.08.2008.
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