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Megalithgräber und Menhire in Sachsen-Anhalt




Gro▀steingrab "Teufelskeller", Drosa bei Bernburg

Drosa liegt östlich von Bernburg und nordwestlich von Köthen. Nördlich von Drosa an einer Kleingartensiedlung am Diebziger Weg befindet sich der sehr schöne Dolmen "Teufelskeller". Er ist bereits ab der Ortsmitte von Drosa ausgeschildert und gut zu finden. In der Nähe des Dolmens ist ein kleiner Park- und Rastplatz eingerichtet.

Sechs Tragsteine und ein gewaltiger Deckstein sind erhalten. Die Anlage erweckt den Eindruck eines einfachen Dolmens, es handelt sich jedoch ursprünglich um ein Ganggrab.
Auf einer Informationstafel der Archäologischen Denkmalpflege ist folgender Text zu lesen:
"Um 1700 lag der westliche Teil der Grabkammer bereits frei und hie▀ im Volksmund 'Teufelskeller'.
Nachdem 1903 bei Flurbereinigungsarbeiten ein Gro▀teil des Grabhügels, der in Nord-Süd-Ausdehnung etwa 20 m ma▀, abgetragen war, konnte im Frühjahr 1904 nach Intervention der Anhaltischen Staatsregierung der Ortsverein Cöthen des Anhaltischen Geschichtsvereins den Rest ausgraben.
Die trapezförmige Grabkammer war Westnordwest-Ostsüdost ausgerichtet und ma▀ Innen 9,20 m. Die Schmalseiten waren Innen 2,30 m bzw. 1,25 m breit. Die Höhe betrug 1,50 m bis 2,00 m. Die Tragsteine waren von einer bis zu 1 m hohen Lehmschicht umgeben. Die Fugen zwischen den Tragsteinen füllten kleine Steine und Erde. An der südlichen Längsseite befand sich ein 3 m langer und 90 cm breiter Gang, durch den die Toten zur Beisetzung hineingetragen wurden. Ein Schwellstein trennte Gang und Grabkammer. Mit einem hölzernen Verschluss ist wahrscheinlich zu rechnen. Den Boden des Grabes bildete eine Kalksteinplattenschicht, auf der die Skelettreste in zwei Bestattungsschichten übereinander lagen. Zahlreiche Beigaben (Walternienburger Kultur und Bernburger Kultur der Jungsteinzeit 2700 ľ 2300 v. Chr.) lagen in den Grabkammern. Darunter 35 mehr oder weniger gut erhaltene Gefä▀e, Feuersteinwerkzeuge, durchbohrte Tierzähne, ein Steinbeil, eine Knochennadel und ein Kupferblechröllchen.
Die Funde befinden sich im Depot der Archäologischen Denkmalpflege der Landkreisverwaltung Köthen."

Koordinaten: 52.82731° N, 11.90838° E (WGS84).




Das Gro▀steingrab "Teufelskeller" bei Drosa. Foto 05.05.2004.






Das Gro▀steingrab "Teufelskeller" bei Drosa. Foto 05.05.2004.






Das Gro▀steingrab "Teufelskeller" bei Drosa. Foto 05.05.2004.





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© Thomas Witzke / Stollentroll