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Megalithgräber und Menhire in Niedersachsen




umgesetztes und rekonstruiertes Gro▀steingrab "Gro▀ Steinum 1", Gro▀ Steinum bei Helmstedt

Sprockhoff: Nr. -

Der ursprüngliche Standort des Gro▀steingrabes befand sich 200 Meter südwestlich auf dem Feld. 1950 ľ 1951 wurde die Anlage ausgegraben. Dabei legte man 18 Steine (nach Sprockhoff, die Informationstafel nennt 17 Steine) aus Quarzit frei, darunter einen Deckstein von 10 Tonnen. Die Struktur des Grabes war jedoch durch die Bewirtschaftung des Ackers stark gestört. Bei der Ausgrabung fanden sich weiterhin einige Knochen und Keramikscherben.

Im Februar 1952 wurden die Steine an den Waldrand versetzt. Dazu bewegten die Einwohner die Steine mit Hilfe von Hebebäumen, Seilen und Baumstammrollen auf einen Schlitten, der dann von einem Ochsengespann an den Waldrand gezogen wurde. Dieses Experiment zeigte, dass es möglich war, die Steine mit einfachen technischen Hilfsmitteln zu transportieren.
1960 wurde das Gro▀steingrab rekonstruiert. Man orientierte sich dabei an dem Nordgrab der Lübbensteine, da eine sichere Rekonstruktion der Anlage von Gro▀ Steinum auf Grund der stark gestörten Lagerung nicht mehr möglich war. Man rekonstruierte hier eine Anlage mit 4 Decksteinen, fünf Paaren von Trägersteinen, zwei Schlu▀steinen an den Stirnseiten und einem Zugang an einer Längsseite. Es handelt sich um eine freie Rekonstruktion, die archäologisch nicht gesichert ist.
Das Gro▀steingrab stammt aus der Zeit um 3500 v.d.Z. (nach der aktuellen Informationstafel an den Bockshornklippen). Das Grab liegt nördlich von Gro▀ Steinum am Feldrand an einem kleinen Wäldchen.

Koordinaten: 52.27465░ N, 10.86857░ E (WGS84), gegenwärtige Position.


1995 wurde in Gro▀ Steinum unterhalb der Bockshornklippe in einer Baugrube ein weiteres Gro▀steingrab ("Gro▀ Steinum 3") gefunden. Archäologen wurden jedoch erst hinzugezogen, nachdem die Steine entfernt wurden, so dass eine Rekonstruktion nicht mehr möglich war. Die Steine wurden deshalb für einen kleinen Lehrpfad an der Bockshornklippe verwendet.




Das umgesetzte und rekonstruierte Gro▀steingrab bei Gro▀ Steinum. Foto 23.12.2003.






Das umgesetzte und rekonstruierte Gro▀steingrab bei Gro▀ Steinum. Foto 23.12.2003.





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© Thomas Witzke / Stollentroll