HOME
PRÄHISTORIE
BRANDENBURG
BEGRIFFE
LINKS

NÄCHSTE SEITE / NEXT PAGE



Megalithgräber und Menhire in Brandenburg




zerstörtes Großsteingrab "Wollschow 23", Wollschow bei Prenzlau

Sprockhoff: 463.

In einem Waldstück östlich von Wollschow liegen zahlreiche Steingräber. Von Wollschow aus nimmt man die einzige nach Osten führende Straße, die sich nach einen kurzen Stück in einen Betonplattenweg und dann in eine Sandpiste verwandelt (bei schlechtem Wetter beides sehr schlammig). Man fährt bis zum Waldrand und parkt hier. Im Wald führt ein Weg nach Süden, über den man die Steingräber erreicht. Leider gibt es nahezu keine Ausschilderung zu den Gräbern, so dass man ohne einen Lageplan fast keine der Anlagen findet. An einigen Gräbern stehen Schilder, jedoch vermisst man Tafeln mit Erklärungen. Das Grab Nummer 23 liegt im südwestlichen Teil des Gräberfelds, es ist eines der ganz wenigen, die ausgeschildert sind.
Das Grab wird entweder als eine große Blocksteinkammer oder als erweiterter Dolmen bezeichnet. Es ist etwa in Nordost-Südwest-Richtung orientiert. Die Innenmaße der Kammer betragen 1,9 x 0,9 Meter. Jede Längsseite weist zwei Tragsteine auf, an der nordöstlichen Schmalseite wird die Kammer durch einen Schlussstein begrenzt. Die südwestliche Schmalseite weist keinen Tragstein auf, sie war durch Rollsteine zugesetzt. Die Kammer wies zwei Decksteine auf. Einer wurde als Grabstein für den 1909 verstorbeneb Sanitätsrat Dr. Hugo Schumann auf dem Friedhof in Löcknitz verwendet. Der zweite, allerdings schon beschädigte Deckstein liegt auf Sprockhoffs Fotos von dem Grab noch auf. Heute ist er um 90 Grad gekippt, in zwei Teile zerbrochen und in die Kammer gerutscht. Das Grab war von einem Rollsteinhügel umgeben. In dem Grab war eine Bestattung in Form einer Knochendeponierung erfolgt. Als beigaben fanden sich zwei Kugelamphoren, drei Feuersteinbeile, mehrere Klingen, eine querschneidige Pfeilspitze sowie Schweine- und Rinderknochen gefunden. Das Grab wurde 1904 durch Baumeister Bresin ausgeräumt und durch E. Schuldt 1975 nochmals untersucht.

Literatur: Märkische Eiszeitstraße

Koordinaten (GPS gemessen): 53.38912° N, 14.21594° E (WGS84).




Das Großsteingrab Wollschow 23. Foto 27.12.2007.






Das Großsteingrab Wollschow 23. Foto 27.12.2007.






Das Großsteingrab Wollschow 23. Foto 27.12.2007.








HOME
PRÄHISTORIE
BRANDENBURG
BEGRIFFE
LINKS

© Thomas Witzke / Stollentroll
NÄCHSTE SEITE / NEXT PAGE