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Megalithgräber und Menhire in Brandenburg




stark zerstörtes Großsteingrab "Wollschow 19a (?)", Wollschow bei Prenzlau

Sprockhoff: -

In einem Waldstück östlich von Wollschow liegen zahlreiche Steingräber. Von Wollschow aus nimmt man die einzige nach Osten führende Straße, die sich nach einen kurzen Stück in einen Betonplattenweg und dann in eine Sandpiste verwandelt (bei schlechtem Wetter beides sehr schlammig). Man fährt bis zum Waldrand und parkt hier. Im Wald führt ein Weg nach Süden, über den man die Steingräber erreicht.
Leider gibt es nahezu keine Ausschilderung zu den Gräbern, so dass man ohne einen Lageplan fast keine der Anlagen findet. An einigen Gräbern stehen Schilder, jedoch vermisst man Tafeln mit Erklärungen.
Östlich von Grab 1 und nordnordöstlich von Grab 14 liegt auf Sprockhoffs Plan eine Gruppe von drei Gräbern, 19, 27 und 18, in einer Reihe von Nord nach Süd unmittelbar nebeneinander. Zu Grab 19 macht Sprockhoff keine Angaben, Grab 27 wird als Blockkammer in Richtung Nord-Süd und 1,84 x 0,75 Meter Innenmaß, und von Grab 18 soll nur ein einzelner Stein erhalten sein. Der Befund im Gelände enstpricht jedoch nicht diesen Angaben. Es sind in einer etwa Nord-Süd orientierten Gruppe zahlreiche Steine vorhanden, die für mindestens vier Blockkammern ausreichen würden. Eine komplette Blockkammer (ohne Deckstein) ist vorhanden. Sie entspricht jedoch weder der Beschreibung noch dem Foto bei Sprockhoff (das Foto zeigt allerdings wahrscheinlich Grab 2 und nicht Grab 27). Weiterhin findeten sich nördlich der Blockkammer keine weiteren Spuren eines Grabes, während sie nach Sprockhoffs Angaben das mittlere Grab sein soll.
Da eine Zuordnung der im Gelände sichtbaren Steine dieser Gruppe nach Sprockhoffs Angaben unmöglich ist, wird hier folgende vorläufige Zuordnung getroffen: das nördlichste Grab, die Blockkiste, wird als Nummer 19 bezeichnet. Einige westlich daneben liegende Steine, die wahrscheinlich ebenfalls von einem Grab stammen, erhalten die Bezeichnung 19a. Südlich an die Blockkammer schließen sich einige Steine an, die als Grab Nummer 27 bezeichnet werden. Nach einer Lücke von ein paar Metern folgt eine weitere Gruppe von Steinen, als Grab 18 bezeichnet.

Einige Meter westlich von Grab 19 stehen noch einige Steine, einer davon mit idealer Form und Größe von einem Längsträger einer Blockkammer (Steinkiste). Die Steine gehören nicht zu Grab 19, sondern stellen wohl eine stark zerstörte separate Anlage dar, hier als 19a bezeichnet.

Koordinaten (GPS gemessen): 53.39480° N, 14.22337° E (WGS84).




Das stark zerstörte Großsteingrab Wollschow 19a. Foto 18.11.2007.





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© Thomas Witzke