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Megalithgräber und Menhire in Mecklenburg-Vorpommern



umgesetzter Schleifbahnenstein (Polissoir), Pasewalk

Sprockhoff: ---.

Der Stein wurde im Januar 2020 bei Grabungen an der Trasse der Europäischen Gaspipeline (EUGAL) gefunden. Er wurde nach Abschluss der Arbeiten dem Stadtmuseum Pasewalk übergeben und ist in dessen Außenbereich aufgestellt. Der Stein findet sich im Museumsgarten, Höhe Gartenstraße 36, unmittelbar südlich (außerhalb) der Stadtmauer, südöstlich vom Prenzlauer Stadttor. Es gibt (Stand Juni 2025) kein Hinweisschild oder Schild mit Erklärungen. Schleifbahnensteine werden auch als Polissoir bezeichnet.

Bei dem Stein handelt es sich um einen Granitblock von 1,4 x 1,3 x 1 m Abmessung und etwa 3 Tonnen Masse. Er weist drei Schleifbahnen von etwa 4 cm Tiefe sowie 12-18 cm Breite und 34-48 cm Länge auf. Es handelt sich eindeutig um künstlich angelegte Strukturen und keine natürlichen Bildungen. Sie sind sehr wahrscheinlich durch das Schleifen von Steinbeilen entstanden.
Der Stein wurde in einem Gräberfeldareal gefunden, so dass eine kultische Nutzung durchaus möglich ist. Weiterhin wurde nur 470 m nördlich auf dem Fundplatz Pasewalk 36 ein sehr großer Schalenstein gefunden, der nach Abschluss der Grabungen jedoch wieder vergraben wurde. Eine Einbindung der beiden Steine in das lokale Kultgeschehen während der Bronzezeit ist deshalb durchaus denkbar.
Die Schleifbahnen werden als neolithisch bis bronzezeitlich eingeordnet.

Quelle: www.kulturwerte-mv.de/Landesarchaeologie/Fund-desMonats

Koordinaten (GPS gemessen): 53.50134° N, 13.98803° E (WGS84).





Schleifbahnenstein (Polissoir), Pasewalk. Foto 15.06.2025.






Schleifbahnenstein (Polissoir), Pasewalk. Foto 15.06.2025.






Schleifbahnenstein (Polissoir), Pasewalk. Foto 15.06.2025.






Schleifbahnenstein (Polissoir), Pasewalk. Foto 15.06.2025.








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© Thomas Witzke