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Megalithgräber und Menhire in Niedersachsen




Großsteingrab "Badenstedt" ("Steinhaus", "Hünenkeller", "Fürstengruft"), Badenstedt bei Zeven

Sprockhoff: Nr. 648.

Das Grab liegt zwischen Badenstedt, Ostertimke, Oldendorf und Brümmerhof in der Steinahlkenheide. Man erreicht es über die Badenstedter Straße zwischen Badenstedt und Oldendorf. Von dieser Straße biegt man nach Süden Richtung Kiesgrube ab. Von dort führt ein befahrbarer Weg nach Südwesten, dem man etwa 2 km folgt. Wenn der weg nach Süden biegt, hat man westlich am Feldrand und am nördlichen Ende von einem Hügelgräberfeld das Megalithgrab zu liegen. An der Anlage steht eine Informationstafel.
Das Grab war bei Sprockhoffs Aufnahme 1930 bereits stark zerstört. Sechs Steine, darunter ein Deckstein, waren noch vorhanden, ergaben aber kaum Aufschluss über die Struktur der Anlage. Ein Deckstein war noch 1920 entfernt und für ein Kriegerdenkmal verwendet worden.
Bei einer Ausgrabung 1978 konnten die Standspuren der Tragsteine festgestellt werden. Danach liegt eine in Nordost-Südwest-Richtung orientierte, dreijochige Kammer vor. Der Zugang befand sich auf der südöstlichen Längsseite. Nach dem Ausgrabungsbefund wurde die Kammer teilweise rekonstruiert. Die beiden südwestlichen Tragsteine sowie ein Fragment wurden wieder an ihrer ursprünglichen Position aufgestellt und der nordöstliche Schlussstein auf die südwestliche Schmalseite versetzt. Der Deckstein konnte dann auf das südwestliche Ende der Kammer aufgelegt werden. Die ursprüngliche Ausdehnung der Kammer wurde durch zusätzliche Steine markiert.

Koordinaten (GPS gemessen): 53.26290° N, 9.21467° E (WGS84).




Großsteingrab Badenstedt. Foto 24.08.2008.






Großsteingrab Badenstedt. Foto 24.08.2008.






Großsteingrab Badenstedt. Foto 24.08.2008.






Großsteingrab Badenstedt, Zustand vor der Ausgrabung und Ausgrabungsbefund. Foto von der Informationstafel.






Großsteingrab Badenstedt, Rekonstruktion der Anlage. Foto von der Informationstafel.








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© Thomas Witzke / Stollentroll
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