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Megalithgräber und Menhire in Mecklenburg-Vorpommern




Großsteingrab (Dolmen) "Everstorf Nord 10", Nordgruppe im Everstorfer Forst, Grevesmühlen

Sprockhoff: --

Im Everstorfer Forst östlich von Grevesmühlen liegt ein beeindruckendes Ensemble von Megalithgräbern. Sie teilen sich in zwei Gruppen nördlich und südlich von Barendorf auf. Die Südgruppe liegt direkt an der B105, am Abzweig der Straße nach Barendorf. Hier befindet sich auch ein Parkplatz mit einer Tafel, auf der die Lage der Großsteingräber verzeichnet ist. Zur Nordgruppe folgt man der Ausschilderung, sie liegt nordwestlich von Barendorf und südöstlich von Everstorf. Zur Nordgruppe gehören 4 Hünenbetten und 6 Dolmen. Alle Gräber liegen im Wald wenige Meter südlich der Straße, die von Hoikendorf Richtung B105 und Grevesmühlen führt. Etwa 500 Meter westlich der Gräber 1 bis 8 und auf den Informationstafeln als Hügelgräber eingezeichnet liegen noch zwei Steingräber.

Das Grab Everstorf Nord 10 liegt etwa 500 Meter westlich der ausgeschilderten Nordgruppe der Steingräber. Man nimmt die an dieser Gruppe vorbeiführende Straße weiter in Richtung Grevesmühlen. Kurz bevor auch nördlich der Straße der Wald beginnt, geht nach Süden ein Weg in den Wald ab. Man folgt dem Weg und trifft nach kurzer Zeit auf zwei sehr auffällige Hügel, auf denen die Steingräber liegen. Everstorf Nord 10 ist das westliche der beiden.
In der Kuppe eines auffälligen, hohen Hügels liegt eine kleine Steinkammer. Sie weist jeweils zwei Tragsteine an den Längsseiten auf. Einer der Tragsteine ist in die Kammer gekippt. Der nördliche Schlussstein ist ebenfalls vorhanden. Die gegenüberliegende Seite wird nur halb durch einen Stein geschlossen, hier befand sich offenbar der Zugang. Ein daneben befindlicher Stein ist wohl der Rest einer Umfassung. Einige weitere Steine liegen auf dem Hügel verteilt. Die Anlage wurde 1967 durch E. Schuldt ausgegraben. In dem Hügel waren noch drei sekundäre bronzezeitliche Bestattungen vorhanden.
Ein Deckstein des Grabes wurde 1922 nach Hamberge bei Grevesmühlen transportiert und hier als Gedenkstein für die Opfer des I. Weltkrieges aufgestellt. Der Stein weist zahlreiche Näpfchen auf.

Koordinaten (GPS gemessen): 53.87814° N, 11.26516° E (WGS84).

Der als Gedenkstein in Hamberge verwendete Deckstein steht an folgender Position:
Koordinaten (GPS gemessen): 53.87178° N, 11.23199° E (WGS84).




Großsteingrab Everstorf Nord 10 (Dolmen), Nordgruppe im Everstorfer Forst bei Grevesmühlen. Foto 15.10.2006.






Großsteingrab Everstorf Nord 10 (Dolmen), Nordgruppe im Everstorfer Forst bei Grevesmühlen. Foto 15.10.2006.






Der als Denkmal aufgestellte Deckstein vom Großsteingrab Everstorf Nord 10, Hambergen bei Grevesmühlen. Foto 15.10.2006.






Der als Denkmal aufgestellte Deckstein mit Näpfchen, vom Großsteingrab Everstorf Nord 10, Hambergen bei Grevesmühlen. Foto 15.10.2006.




Rund 100 Meter östlich von Grab 9 finden sich in der Nähe von einem kleinen Moor einige Steine auf einem länglichen Hügel. Da der Wald ansonsten frei von Steinen ist, könnte es sich hier eventuell um den Rest eines Hünenbettes handeln, was durch eine archäologische Untersuchung festgestellt werden müsste.

Koordinaten (ungefähre Position, keine GPS-Messung): 53.87757° N, 11.26339° E (WGS84).




Steine auf einem flachen Hügel bei Großsteingrab Everstorf Nord 9, Nordgruppe im Everstorfer Forst bei Grevesmühlen. Foto 15.10.2006.






Steine auf einem flachen Hügel bei Großsteingrab Everstorf Nord 9, Nordgruppe im Everstorfer Forst bei Grevesmühlen. Foto 15.10.2006.




Im Wald nordöstlich von Grab 9, zwischen Grab 9 und Grab 7, findet sich noch ein Hügelgrab. Ob es eine Steinkammer enthält, ist nicht bekannt.

Koordinaten (ungefähre Position, keine GPS-Messung): 53.87948° N, 11.26910° E (WGS84).




Hügelgrab zwischen Everstorf Nord 7 und 9, Nordgruppe im Everstorfer Forst bei Grevesmühlen. Foto 15.10.2006.





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© Thomas Witzke / Stollentroll