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METEORITE
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Chondrite
Chondrite sind undifferenzierte Meteorite. Sie stammen von kleineren Asteroiden, die nie so stark erhitzt wurden, dass es zu Schmelzprozessen mit Trennung von Metall- und Silikatphase und Ausbildung von einem metallischen Kern und einem silikatischen Mantel in dem Körper kam. Sie repräsentieren deshalb primitives Material aus der frühen Phase unseres Sonnensystems aus der Zeit vor ungefähr 4,56 Milliarden Jahren. Chondrite sind durch Aggregation von Chondren entstanden. Dabei handelt es sich um aus dem solaren Nebel durch schnelle Abkühlung kondensierten Tröpfchen, die überwiegend aus Olivin oder Pyroxen bestehen. Eine besondere Gruppe stellen kohlige Chondrite dar, die sich durch relativ hohe Gehalte an Kohlenstoff auszeichnen. In ihnen wurden organische Verbindungen (z.B. Aminosäuren) gefunden. Sie spielen eine bedeutende Rolle in der Diskussion um die Entstehung des Lebens auf der Erde.
Chondrite sind die häufigste Meteoritenklasse, sie machen 86,9 % der Fälle aus.
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Achondrite
Achondrite sind eine sehr heterogene Klasse von Steinmeteoriten, die keine Chondren aufweisen. Sie stammen von differenzierten Körpern auf denen es durch Schmelzprozesse zu einer Trennung von Kern und Mantel gekommen ist.
Primitive Achondrite (PAC: Acapulcoite, Lodranite, Winonaite) stellen den Übergang zwischen den undifferenzierten Chondriten und den differenzierten Achondriten dar.
Die differenzierten Achondrite stammen von großen Asteroiden wie z.B. Vesta (HED-Gruppe: Howardite, Eucrite, Diogenite), anderen Planeten wie dem Mars (SNC-Gruppe: Shergottite, Nakhlite, Chassignite) und eventuell Merkur (Angrite) oder dem Erdmond (lunare anorthositische Brekzien, Marebasalte).
Achondrite machen 7,9 % der Fälle aus.
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Eisenmeteorite
Eisenmeteorite gehören zu den differenzierten Meteoriten, d.h. sie entstammen Asteroiden, die so stark erhitzt wurden, dass es zu Schmelzprozessen mit anschließender Trennung von Metall- und Silikatphase und Ausbildung von einem metallischen Kern und einem silikatischen Mantel in dem Körper kam. Sie bestehen zu über 90 % aus Nickel-Eisen-Legierungen, aus Kamazit (ein Nickel-haltiges alpha-Eisen) und Taenit, gamma-(Fe,Ni). Ein typisches Merkmal vieler Eisenmeteorite (aber nicht aller) sind die Widmannstättenschen Figuren, die durch Kristallisation von Kamacit und Taenit bei unterschiedlichen Temperaturen entstehen. Die Breite der Kamacit-Bänder hängt vom Ni-Gehalt ab.
3,9 % der Fälle sind Eisenmeteorite.
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Steineisenmeteorite
Steineisenmeteorite stammen von größeren, differenzierten Körpern. Es handelt sich um eine recht heterogene Klasse, denen Merkmal etwa gleich große Anteile (mit recht weitem Spielraum) von Silikat und Ni-Fe-Metall sind. Die Steineisenmeteorite werden in Mesosiderite und Pallasite unterteilt.
Mesosiderite bestehen aus Ni-Fe-Metall und meist stark brekziiertem, differenzierten, magmatischen, silikatischem Material, das überwiegend aus Pyroxen und Plagioklas aufgebaut wird und der Kruste eines achondritischen Mutterkörpers entspricht. Es bestehen sehr enge Beziehungen zu Eucriten und Howarditen. Der Metall-Anteil weist Ähnlichkeiten zu den IIIAB-Eisenmeteoriten auf. Die Entstehungsgeschichte der Mesosiderite ist noch nicht bekannt, sie muss jedoch recht komplex sein. Eine Theorie geht von der Kollision zweier größerer Körper aus, bei der sich Krustenteile des einen mit dem noch flüssigen Kern des anderen Körpers mischen konnten. Pallasite weisen Silikat-Einschlüsse, meist große Olivin-Kristalle, in einer Ni-Fe-Metall-Matrix auf. Sie stammen aus dem Grenzbereich von Kern und Mantel von größeren, differenzierten Körpern. Es bestehen enge Beziehungen verschiedener Pallasite zu Gruppen von Eisenmeteoriten.
Steineisen-Meteorite sind selten und machen nur 1,5 % der Fälle aus.
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