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      Moganite  /  Moganit





Moganite intimately intergrown with quartz (chalcedony). Arme Hilfe Mine, Ullersreuth, Thuringia, Germany. Sample size 1 mm, analyzed material. Collection and foto Thomas Witzke.

Moganit in enger Verwachsung mit Quarz (Chalcedon). Grube Arme Hilfe, Ullersreuth, Thüringen, Deutschland. Größe 1 mm, analysiertes Material. Sammlung und Foto Thomas Witzke.





Moganite intimately intergrown with quartz (chalcedony). Ehrenfriedersdorf, Erzgebirge, Saxony, Germany. Sample size 5.6 cm, analyzed material. Collection and foto Thomas Witzke.

Moganit in enger Verwachsung mit Quarz (Chalcedon). Ehrenfriedersdorf, Erzgebirge, Sachsen, Deutschland. Größe der Stufe 5,6 cm, analysiertes Material. Sammlung und Foto Thomas Witzke.




Moganit

Formel: SiO2.

Strunz Systematik: Oxide, Hydroxide. SiO2-family, Moganite group (4.DA.20).
Kristallsystem, Raumgruppe: monoklin (I2/a).
Gitterparameter: a = 8.758, b = 4.876, c = 10.715 Ǻ, beta = 90.08°, V = 457.57 Ǻ3, Z = 12.
Farbe: weiß, grau bis bräunlich-weiß. Strich: weiß.
Glanz: stumpf, matter Glasglanz.
Durchsichtigkeit: durchsichtig.
Härte nach Mohs: 6½.
Spaltbarkeit: keine. Bruch: uneben.
Dichte: 2.55 (ber.).
Weitere typische Eigenschaften: Keine Fluoreszenz im UV.
Optische Eigenschaften: mittlerer Brechungsindex n = 1.526.
Morphologie und Ausbildung: Knollen und sphärische Aggregate aus feinfaserigen Kristallen, enge Verwachsungen mit Chalcedon.
Vorkommen: in SiO2-haltigen Sintern, Ignimbriten, Chert, Chalcedonkrusten. Weitverbreitet, aber immer nur untergeordneter Bestandteil der Gesteine. Entsteht bei der Rekristallisation von Opal oder vulkanischen Gläsern.
Begleitminerale: Quarz (Chalcedon).
Erstbeschreibung: O.W. Flörke, U. Flörke & U. Giese (1984): Moganite, a new microcrystalline silica-mineral.- Neues Jahrbuch für Mineralogie, Abhandlungen 149, 325-336.
K.A. Rodgers & G. Cressey (2001) The occurrence, detection and significance of moganite (SiO2) among some silica sinters.- Mineralogical Magazine 65, 157-167.
Name: nach der Typlokalität.
IMA: anerkannt (IMA 1999-035). Zunächst als unbenanntes Mineral 1976 und dann unter dem Namen Moganit 1984 beschrieben, jedoch ohne IMA-Anerkennung. Erst 1999 bei der IMA eingereicht.

Typlokalität: Mogan-Formation, Gran Canaria (Spanien).
Weitere Fundorte:
Lulworth Cove, Dorset, England (Großbritannien).
Ullersreuth, Thüringen; Ehrenfriedersdorf, Sachsen (Deutschland).
Ördegorom, Budapest (Ungarn).
Killari, Maharashtra (Indien).
Del Norte thunder-egg beds, Saguache Co., Colorado (USA). u.a.


Anmerkung: Die Veröffentlichung von Rodgers & Cressey (2001) ist offenbar nicht die Originalbeschreibung als neues Mineral. Hier wird jedoch erstmals erwähnt, daß Moganit von der IMA anerkannt wurde. Es sind keine Angaben zu physikalischen Eigenschaften, Gitterkonstanten, Röntgendaten usw. vorhanden. Wer Moganit bei der IMA eingereicht hat, geht aus der Arbeit nicht hervor. Die Veröffentlichung von Flörke et al. (1984) kann ebenfalls nicht als Originalbeschreibung gelten, da sie lange vor der IMA-Anerkennung erschienen ist. Die Gitterparameter in der Veröffentlichung weichen auch von den bei der IMA eingereichten Daten ab.
 





© Thomas Witzke / Stollentroll


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