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Meteorite: Chondrite / Meteorites: Chondrites
Fotos und Klassifikation : Kohlige Chondrite
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Chondrite sind eine Gruppe von Meteoriten, die überwiegend aus Silikaten wie Olivin, Pyroxen und Plagioklas bzw. deren Alterationsprodukten bestehen. Sie können bis zu 20 Vol.-% metallische Phasen enthalten. Charakteristisches Merkmal sind kugelige Einschlüsse, die sogenannten Chondren, bis einige Millimeter Größe.
Chondrite stellen undifferenzierte Meteorite dar. Sie stammen von Asteroiden, die in den meisten Fällen nicht so stark erhitzt wurden, dass es zu Schmelzprozessen mit anschließender Trennung von Metall- und Silikatphase und Ausbildung von einem metallischen Kern und einem silikatischen Mantel in dem Körper kam. Diese Meteorite repräsentieren deshalb primitives Material aus der frühen Phase unseres Sonnensystems aus der Zeit vor ungefähr 4,56 Milliarden Jahren. Chondrite sind durch Aggregation von Chondren entstanden. Chondren sind das Produkt eines kurzzeitigen Prozesses, bei dem Material schnell aufgeheizt wurde und auch schnell wieder abkühlte. Der genaue Entstehungsprozess der Chondren ist unbekannt, hier gibt es mehrere verschiedene Theorien. Chondren bestehen überwiegend aus Olivin oder Pyroxen und Glas (sofern sie nicht metamorph überprägt sind). Durch Alteration, Metamorphose, Kollisionen und Impakte können die Chondren unterschiedlich stark überprägt sein. Einige Chondrite enthalten Calcium-Aluminium-reiche Einschlüsse (CAI's), die als die frühesten aus dem solaren Nebel kondensierten Objekte gelten.
Eine besondere Gruppe stellen kohlige Chondrite dar, die sich durch relativ hohe Gehalte an Kohlenstoff auszeichnen. Die Werte liegen zwischen etwa 0,1 % und können bis über 5 % reichen. Kohlige Chondrite weisen meist Mg/Si-Verhältnisse über 1,05 auf, nahe dem solaren Wert. Die sehr kohlenstoffreichen Vertreter (CI1 und ungruppierte wie Tagish Lake) stellen das primitivste, undifferenzierteste bekannte Material aus dem Sonnensystem dar, das uns vorliegt. Die Sauerstoff-Isotopen-Daten der kohligen Chondrite liegen unter der terrestrischen Fraktionierungslinie im delta17O/delta18O-Diagramm. Einige kohlige Chondrite enthalten organische Verbindungen (z.B. Aminosäuren). Sie spielen eine bedeutende Rolle in der Diskusion um die Entstehung des Lebens auf der Erde.
Der organische Kohlenstoff liegt überwiegend in Form von unlöslichem, makromolekularem Material (Kerogen) vor. Es wird weitgehend aus aromatischen Ringen aufgebaut, die durch aromatische Ketten, Ester, Ether, Sulfid und andere funktionale Gruppen verbunden werden. Daneben gibt es bis 30 % Anteil durch Lösungsmittel extrahierbare Komponenten, bei denen es sich um aromatische und aliphatische Kohlenwasserstoffe, Aminosäuren und andere Substanzen handelt. Es findet sich vor allem in CI- und CM-Meteoriten, in höher metamorphen Klassen wie CK fehlt es (siehe Elsila et al., 2005, u.a.). Dieses organische Material spielt eine bedeutende Rolle in der Diskusion um die Entstehung des Lebens auf der Erde.
Herkunftsort einiger Kohliger Chondrite dürften Asteroiden vom C-Typ sein. Diese Asteroiden weisen eine dunkle Oberfläche mit sehr niedrigem Albedo auf, sind wahrscheinlich sehr kohlenstoffreich und bewegen sich im äußeren Bereich des Asteroidengürtels. Auch D- oder T-Typ-Asteroiden mit Silikat- und Kohlenstoffgehalten kommen zum Teil in Frage.
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Kohlige Chondrite / Carbonaceous Chondrites
Ivuna-Gruppe
Die kohligen Chondrite der Ivuna-Gruppe, abgekürzt CI, stellen das primitivste, undifferenzierteste Material aus unserem Sonnesystem dar, das derzeit bekannt ist. Sie werden deshalb auch als geochemischer Standard genutzt. Die Elementverhältnisse in CI-Chondriten entsprechen etwa den Verhältnissen (außer Edelgase, H, C, O, N, Li) in der solaren Photosphäre.
Es handelt sich um schwarzes, meist recht zerbrechliches Material mit einer niedrigen Dichte. Ein typisches Merkmal ist der hohe Wassergehalt, der bis etwa 20 % erreichen kann. Alle Vertreter dieser Gruppe sind stark durch wässrige Fluida alteriert, wurden dabei aber nie über 50°C erwärmt. Chondren sind nicht vorhanden. Charakteristische Minerale sind Phyllosilikate, Magnetit, Carbonate und z.T. etwas reliktischer Olivin. Der Kohlenstoffgehalt liegt bei 3 - 4 %, neben makromolekularem Material (Kerogen) sind auch aromatische und aliphatische Kohlenwasserstoffe vorhanden.
Die Ivuna-Chondrite sind in den entfernteren Bereichen des solaren Nebels entstanden. Als Herkunftsort werden die äußeren Teile des Asteroidengürtels angenommen. Alternativ werden ausgebrannte Kometen ("schmutzige Schneebälle") diskutiert. Die Alteration durch Wasser fand wahrscheinlich während oder kurz nach Bildung des Mutterkörpers statt, wahrscheinlich innerhalb der ersten 100 Mio. Jahre.
Chondrite der Ivuna-Gruppe sind sehr selten, bisher sind lediglich 7 Vertreter bekannt.
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Meteorit Orgueil (kleines Fragment).
Kohliger Chondrit, Ivuna-Gruppe, CI1.
Der Meteorit zeichnet sich durch komplettes Fehlen von Chondren und refraktären Einschlüssen (CAI's) sowie durch einen hohen Grad an Alteration durch Wasser bei niedrigen Temperaturen (<50ºC) aus. Orgueil enthält hauptsächlich Saponit, Serpentin, Forsterit, Magnetit und Carbonate. Präsolarer Diamant, Graphit, Moissanit, Korund und andere Phasen sind vorhanden. Einige wenige extra-terrestrische Aminosäuren wurden identifiziert, hauptsächlich Beta-Alanin, Glycin und Gamma-Amino-n-Butylsäure. Die Zusammensetzung steht in Übersteinstimmung mit einem Ursprung von einem erloschenen Kometen. Die Aminosäuren in Orgueil (und Ivuna) könnten sich in frühen Alterationsphase auf einem Mutterkörper gebildet haben, der reich an kometaren Komponenten wie Wasser, Ammoniak, Cyanwasserstoff (Wasserstoffcyanid) und Cyanoacetylen ist.
Fall 14. Mai 1864. Orgueil, bei Toulouse, Midi-Pyrenees, Frankreich. TKW 14 kg.
Größe des Fragments 2,5 mm, Gewicht 0,01 g. Sammlung und Foto Thomas Witzke.
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Meteorit Ivuna (kleine Fragmente).
Kohliger Chondrit, Ivuna-Gruppe, CI1.
Der Namensgeber der Ivuna-Gruppe weist wie Orgueil keine Chondren und refraktären Einschlüsse (CAI's) auf. In Ivuna wurden die extra-terrestrische Aminosäuren Beta-Alanin, Glycin und weitere identifiziert. Der Meteorit enthält auch Magnetit und Magnesit.
Fall 16. Dezember 1938. Ivuna, Tanzania. TKW 704 g.
Bildbreite 9 mm, Gewicht der Fragmente 0,01 g. Sammlung und Foto Thomas Witzke.
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C und C2 ungruppiert
Einige kohlige Chondrite lassen sich bisher keiner Gruppe zuordnen. Sie würden eigene Gruppen bilden, jedoch sind jeweils noch nicht genügend Vertreter bekannt, um formal eine neue Gruppe zu begründen. Die Unterschiede zu den bestehenden Gruppen machen es wahrscheinlich, dass sie auch von anderen Mutterkörpern stammen.
Tagish Lake
Bei dem Tagish Lake-Meteoriten handelt es sich ähnlich wie bei der Ivuna-Gruppe um ein außerordentlich primitives, undifferenziertes Material. Es bestehen auch enge Beziehungen zur Mighei-Gruppe. Tagish Lake dürfte jedoch von einem anderen Mutterkörper als die Vertreter der Ivuna- und der Mighei-Gruppe stammen. Für die Aufstellung einer eigenen Gruppe liegen bisher jedoch noch nicht genügend Meteorite vor.
Charakteristisch sind eine intensive Alteration durch wässrige Fluida bei niedrigen Temperaturen, ein sehr hoher Kohlenstoffgehalt und das Vorkommen organischer Komponenten. Chondren sind nur spärlich vorhanden. In Tagish Lake wurde der höchste bisher in einem Meteoriten gefundene Gehalt an Nanodiamanten festgestellt. Ein Teil dieser Nanodiamanten wird als präsolar angesehen und wurde vermutlich in der expandierenden Hülle einer Typ II-Supernova gebildet. Der hohe Gehalt an Nanodiamanten sowie Kohlenstoff und Wasser und der niedrige Anteil an Chondren weist auf eine Entstehung des Materials fern von der Sonne hin.
Bells
Der Bells-Meteorit unterscheidet sich in der mineralogischen Zusammensetzung und der Alterationsgeschichte von den CI- und CM-Chondriten und auch von Tagish Lake. Vermutlich stammt er von einem separaten Mutterkörper.
Sutter's Mill
Der Sutter's Mill Meteorit wurde als C ungruppiert klassifiziert. Er weist Ähnlichkeiten , aber auch deutliche petrographische Unterschiede zu dem CM2 Meteoriten auf.
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Meteorit Tagish Lake (Fragment).
Kohliger Chondrit, ungruppiert C2, verwandt mit CI1 und CM2 (eventuell CI2).
Der Meteorit ist ein Matrix-dominierter Chondrit mit wenigen kleinen, alterierten Chondrulen und CAI's. Die Matrix besteht im wesentlichen aus Phyllosilikaten (Saponit und Serpentin), Fe-Ni-Sulfiden, Magnetit und Ca-Mg-Fe-Carbonaten sowie etwas Olivin (Forsterit) und Pyroxen. Der Meteorit zeichnet sich durch einen hohen Grad an Alteration durch Wasser bei niedrigen Temperaturen (<50ºC) aus. Der Kohlenstoffgehalt (ges.) beträgt 5,4 Masse-%. Aminosäuren sind nicht vorhanden, jedoch aromatische Kohlenwasserstoffe.
Der Tagish Lake Meteorit stammt wahrscheinlich von einem D- oder T-Typ Asteroiden aus dem äußeren Asteroidengürtel, eine Herkunft von 511 Davida, 308 Polyxo oder 773 Irmintraud wird diskutiert.
Fall 18. Januar 2000. Tagish Lake, British Columbia, Canada. TKW 10 kg.
Größe 6 x 5 mm. Sammlung und Foto Thomas Witzke.
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Meteorit Bells (Fragment).
Kohliger Chondrit, ungruppiert C2, verwandt mit CM2.
Der Meteorit Bells wurde zunächst als CM2 beschrieben, weist aber doch deutliche Unterschiede zu diesem Typ auf. Die Matrix macht hier 80 Vol-% aus und besteht im wesentlichen aus einem amorphen bis extrem schlecht kristallinen Material. Die Phyllosilikate im µm-Bereich fehlen, statt dessen liegt ein ultrafeines silikatisches Material von 3 - 10 nm Größe vor. Nach TEM-Untersuchungen handelt es sich um ein 7 Å-Serpentin und 14 Å-Chlorit, spärlich ist auch ein 9,3 Å-Material (wahrscheinlich Talk) vorhanden. Daneben gibt es auch Bereiche mit 10-20 nm großen Talk-Blättchen in amorpher Grundmasse. Smectite konnten nicht nachgewiesen werden. In dem Bells-Meteoriten sind weiterhin Magnetit, Troilit, Pentlandit, Pyrrhotin und Magneli-Phasen (Titan-Oxide) vorhanden. Letztere sind offenbar präsolaren Ursprungs. Der Meteorit enthält auch aliphatische Kohlenwasserstoffe.
Fall 9. September 1961. Bells, Texas, USA. TKW 270 g.
Größe 3 x 1,5 mm. Sammlung und Foto Thomas Witzke.
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Meteorit Sutter's Mill (Fragment).
Kohliger Chondrit, ungruppiert C, verwandt mit CM2.
Der Meteorit weist in einer feinkörnigen Matrix Chondren, feinkörnige, poröse Olivin-Aggregate und Pyroxen-Aggregate, Gesteins- und Mineralfragmente, CAI's sowie Pyrrhorin- und Pentlandit-Körner auf. Der Chondren-Durchmesser liegt meist unter 0,4 mm. Einige Chondren sind teilweise zu Tochilinit und Cronstedtit alteriert. Die CAI's weisen einen Spinell-Kern und Diopsid-Rand auf. Die Matrix enthält verbreitet Tochilinit verwachsen mit Serpentin. Es sind auch Adern aus Pyrrhotin, Pentlandit und Fe-Ni-Cr-Phosphiden vorhanden. DEr Olivin aus den Chondren ist sehr Eisen-arm (Forsterit Fa3, vereinzelt bis Fa23).
Sutter's Mill weist Ähnlichkeiten zu den CM2 Meteoriten auf, ist aber im Vergleich zu diesen deutlich härter. Das Material hat wahrscheinlich eine unvollständige wässrige Alteration oder eine schwache thermale Metamorphose erfahren.
Fall 22. April 2012. Sutter's Mill, Coloma, El Dorado Co., NE von Sacramento, California, USA. Das hier gezeigte Fragment stammt von dem Exemplar SM-30, Fundkoordinaten 38.7989 N, 120.8810 W. TKW ca. 500 g.
Größe 4 x 3,5 mm. Sammlung und Foto Thomas Witzke.
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Mighei-Gruppe
Die Vertreter der Mighei-Gruppe, benannt nach dem Fall Mighei 1889 in der Ukraine, weisen kleine Chondren und refraktäre Einschlüsse (CAI's) in einer feinkörnigen Matrix aus, wobei die Matrix etwa 70 Vol.-% ausmacht. Hydratisierte Minerale als Folge der Wirkung von wässrigen Fluiden sind verbreitet.
Als Herkunft der CM-Meteoriten wird nach Spektralanalysen ein C-Typ, G-Klasse-Asteroid wie 19 Fortuna und 13 Egeria oder ein etwa 170 km großer, vor etwa 160 Millionen Jahren zerstörter C-Typ Asteroid aus dem inneren Asteroidengürtel, dessen Reste in der Baptistina-Asteroidenfamilie zu finden sind, diskutiert.
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Meteorit Moapa Valley (kleine Fragmente).
Kohliger Chondrit, Mighei-Gruppe, CM1 (CM2.0).
Der Meteorit enthält bis 0,7 mm große, ellipsoidale Objekte, die aus Serpentin und wahrscheinlich Tochilinit bestehen. Daneben sind kleine Sulfidkörnchen aus eng verwachsenem Pyrrhotin und Pentlandit in einer feinkörnigen Matrix vorhanden. Spärlich treten Magnetit und Calcit auf. Der Meteorit weist nur geringe terrestrische Verwitterungserscheinungen auf.
Fund September 2004. Moapa Valley, südöstlich von Logandale, Nevada, USA (36°33'26''N, 114°25'37''W). TKW 699 g.
Größe 1,5 mm. Sammlung und Foto Thomas Witzke.
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Meteorit Mighei (Fragment).
Kohliger Chondrit, Mighei-Gruppe, CM2.
Der Meteorit enthält Chondren von 0,08 - 0,5 mm Größe. Sie bestehen aus Olivin und dessen Alterationsprodukten Chlorit und Serpentin. Die dunkle Matrix enthält ebenfalls Chlorit sowie kohlenstoffreiches Material und einige Akzessorien wie Magnetit, Carbonate und Glas. Der Meteorit enthält insgesamt 2,6 % C und 12 % Wasser. In dem Material wurden auch Serpentin-Nanoröhren bis 200 nm Länge und 9 nm Durchmesser gefunden, die wahrscheinlich das Produkt einer Alteration durch wässrige Fluide in der frühen Geschichte des Sonnensystems sind. In dem Mighei-Meteoriten ließen sich weiterhin Nanosphären und Nanoröhren aus Kohlenstoff-reichem, S-, N- und O-haltigen Material nachweisen. Mighei enthält auch verschiedene Aminosäuren und andere organische Komponenten wie polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe.
Fall 18. (oder 21. ?) Juni 1889, 20.22 Uhr. Mighei, Pervomaisky Region, Odessa Distrikt, Ukraine. TKW 8 kg.
Größe 8 x 7 mm, Gewicht 0,14 g. Sammlung und Foto Thomas Witzke.
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Meteorit Murchison (Fragment).
Kohliger Chondrit, Mighei-Gruppe, CM2.5
Der Meteorit enthält 0,1 - 0,5 mm große Chondren aus Forsterit und Enstatit, die von einem dunklen Material umgeben sind, das Tochilinit-Serpentin-Verwachsungen enthält und durch die Reaktion von Metall mit sulfidführenden, alkalischen Wässern unter reduzierenden Verhältnissen bei < 100ºC entstanden ist. Der hohe Gehalt an wasserhaltigen Phyllosilikaten in der feinkörnigen, schwarzen Matrix belegt eine intensive Alteration durch wässrige Fluide auf dem Mutterkörper. Murchison enthält etwa 2,5 % C in Carbonaten, nicht-biogen enstandenen organischen Komponenten und Nanodiamanten. Über 70 Aminosäuren (darunter auch einige, die in terrestrischem Leben nicht vorkommen), aromatische Kohlenwasserstoffe, Monocarboxylsäuren, polyhydroxylierte Verbindungen (Ethylenglycol, Glycerol u.a.), Sulfonsäuren und Phosphonsäuren wurden in dem Meteoriten identifiziert. Der Meteorit enthält präsolare, bei Supernova-Ausbrüchen entstandene Nanodiamanten und Moissanit. Murchison weist eine kurze CRE (cosmic ray exposure) von 1,8 Millionen Jahren auf.
Fall 28. September 1969. Murchison, etwa 200 km nördlich von Melbourne, Victoria, Australien. TKW 100 kg.
Größe 9 mm, Gewicht 0,45 g. Sammlung und Foto Thomas Witzke.
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Meteorit NWA 5797 (Teilscheibe).
Kohliger Chondrit, Mighei-Gruppe, CM2.
Fund 2009. Sahara, Nordwest-Afrika. TKW 495 g.
Größe 21 x 8 mm, Gewicht 0,899 g. Sammlung und Foto Thomas Witzke.
unten:
Ausschnitt mit großen bis sehr kleinen, zum Teil alterierten Chondren und einigen sehr kleinen, weiße CAI's.
Bildbreite 5 mm. Sammlung und Foto Thomas Witzke.
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Meteorit NWA 6976 (Teilscheibe).
Kohliger Chondrit, Mighei-Gruppe, CM2
NWA 6976 enthält Chondren und kleine weiße CAI's.
Fund 2011. Nordwest-Afrika. TKW 128 g.
Größe 28 x 14 mm, Gewicht 1,669 g. Sammlung und Foto Thomas Witzke.
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MCC-Gruppe (provisorische Bezeichnung), auch bekannt als Belgica 7904-grouplet
Es handelt sich um eine neue, vorgeschlagene Gruppe von Kohligen Chondriten, für die die provisorische Bezeichnung MCC (= metamorphic carbonaceous chondrites) verwendet wird. Zu der Gruppe gehören die antarktischen Funde Belgica 7904, Yamato 82162 und Yamato 86720 sowie Dhofar 225 und Dhofar 735. Die Textur ist ähnlich der von CM2-Meteoriten, jedoch bestehen Unterschiede in der mineralogischen Zusammensetzung, der Chemie und den Isotopendaten. Im Gegensatz zu dem CM2-Meteoriten ist kein Tochilinit vorhanden und der Wassergehalt ist niedriger. Die Zusammensetzung entspricht etwa thermisch metamorphen CM2-Meteoriten. Die Sauerstoffisotopendaten liegen in der Nähe der CI1-Meteoriten und Tagish Lake, sie lassen sich nicht durch eine Metamorphose aus CM2-Material ableiten (Ivanova et al., 2003 und 2010).
Die Vertreter dieser neuen, vorgeschlagenen Gruppe sind bisher unterschiedlich klassifiziert worden, z.B. als C1/2 ungruppiert, C2 ungruppiert, CM anomal, CM2 anomal, auch eine mögliche Einstufung als CM3 wurde diskutiert. Mit inzwischen fünf Vertretern können diese Meteorite inzwischen als eigene Gruppe beschrieben werden.
Das CRE-Alter aller Vertreter ist niedrig, deshalb wird ein Erd-naher Asteroid als Quelle vermutet. Nach den spektrografischen Merkmalen ist der binäre Asteroid 1998 ST27 ein Kandidat. Möglicherweise stammen die MCC-Meteorite von zwei Mutterkörpern, die dann jedoch in der gleichen Region des solaren Nebels entstanden sind.
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Meteorit Dhofar 735 (Vollscheibe).
Kohliger Chondrit, MCC-Gruppe.
Dhofar 735 ist brekziiert und enthält alterierte Chondren sowie Olivin-Aggregate in einer Matrix aus Phyllosilikaten (hauptsächlich Serpentin). CAI's aus Anorthit, Pyroxen und Forsterit sind nur spärlich vorhanden. Untergeordnet sind in dem Meteoriten noch Kamacit, Taenit, Tetrataenit, Troilit, Pentlandit und weitere vorhanden. Der Wassergehalt ist mit 1,06 % sehr niedrig. Dhofar 735 wurde, wie die CM2-Meteoriten, zunächst durch wässrige Lösungen alteriert. Später erfolgte eine thermische Metamorphose bei mindestens 245°C und maximal 700°C (Ivanova et al., 2003 und 2010).
Fund 9. November 2002. Dhofar, Oman (19°4.1' N, 54°46.8' E). TKW 381 g.
Größe 55 x 34 mm. Sammlung und Foto Thomas Witzke.
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Ornans-Gruppe
Die Ornans-Gruppe wurde nach dem Fall Ornans 1868 in Frankreich benannt. Die Meteorite dieser Gruppe weisen üblicherweise kleine Chondren und CAI's (< 0.2 mm) auf. Der Gehalt an Ni-Fe-Metall ist niedrig und übersteigt nicht 5 %. Die Matrix nimmt etwa 50 Vol.-% ein. Das Material wurde nur wenig durch wässrige Fluide alteriert, statt dessen ist eine stärkere Beeinflussung durch erhöhte Temperaturen festzustellen. Der Kohlenstoffgehalt ist niedrig und liegt unter dem der Mighei-Gruppe, in dem namensgebenden Meteoriten der Gruppe, Ornans, beträgt er 0,19 %. Das Material enthält einige aromatische Kohlenwasserstoffe wie Toluen oder Naphthalen.
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Meteorit NWA 4439 (Teilscheibe).
Kohliger Chondrit, Ornans-Gruppe, CO3.3.
Der Meteorit enthält die für den Ornans-Typ charakteristischen kleinen Chondren, daneben aber auch einige ungewöhnlich große Chondren. Sie bestehen aus Pyroxen bzw. Forsterit (Fa 33.8 - 42.2). NWA 4759 zeigt ein Schockstadium S2 und einen Verwitterungsgrad W4.
Fund 2005. Nordwest-Afrika (Marokko oder Algerien). TKW 484 g.
Größe 17 x 17 mm, Gewicht 4,0 g. Sammlung und Foto Thomas Witzke.
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Meteorit NWA 5348 (Vollscheibe).
Kohliger Chondrit, Ornans-Gruppe, CO3.
Der Meteorit enthält kleine Chondren. Schockstadium S1, Verwitterungsgrad W2/3.
Fund 2008. Nordwest-Afrika. TKW 396 g.
Größe 36 x 18 mm, Gewicht 1,6 g. Sammlung und Foto Thomas Witzke.
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Vigarano-Gruppe
Die Vigarano-Gruppe wurde nach dem Fall von 1910 bei Vigarano in Italien benannt, der bekannteste Vertreter ist jedoch der Meteorit Allende, der 1969 in Mexico fiel. Charakteristisch für diesen Typ sind große Chondren und großen refraktäre Einschlüsse (CAI's) in einer dunklen Matrix, die etwa 40 Vol.-% ausmacht. Die Chondren bestehen überwiegend aus Forsterit. Die meisten CV-Chondrite gehören zum petrologischen Typ 3. Sie werden weiter unterteilt in drei Subgruppen, zwei oxidierte und eine reduzierte. Die Subgruppe CV3oxA, zu der auch Allende gehört, enthält als Alterationsprodukt in den Chondren neben Fe-reichem Forsterit und Pyroxen auch Nephelin, Sodalit, Wollastonit, Andradit, Grossular und Kirschsteinit.
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Meteorit Allende (Vollscheibe).
Kohliger Chondrit, Vigarano-Gruppe, CVoxA3.2.
Der Meteorit enthält kleine Chondren und einige weiße refraktäre Einschlüsse (CAI's). Die CAI's werden als das älteste feste Material unseres Sonnensystems betrachtet, für sie wurde ein Alter von etwa 4,568 Milliarden Jahren ermittelt. Die Chondren sind etwas jünger und weisen ein Alter um 4,560 Milliarden Jahren auf.
Fall 8. Februar 1969. Chihuahua, Mexico. TKW ca. 2000 kg.
Größe 28 x 20 mm, Gewicht 2,27 g. Sammlung und Foto Thomas Witzke.
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Meteorit NWA 1934 (Endstück).
Kohliger Chondrit, Vigarano-Gruppe, CV3.
Das Exemplar von NWA 1934 weist einen großen CAI auf. Schockstadium S1, Verwitterungsgrad W3. In Material von NWA 1934 wurde das neue Mineral Krotit, CaAl2O4, als Bestandteil von einem CAI entdeckt. Als weitere Minerale fanden sich Gehlenit, Perovskit, Hercynit, Brearleyit, Grossit, Hibonit und Spinell.
Fund 2003. Nordwest-Afrika. TKW 8 kg.
Größe 26 x 8 mm, Gewicht 3,22 g. Sammlung und Foto Thomas Witzke.
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Meteorit NWA 4759 (Vollscheibe).
Kohliger Chondrit, Vigarano-Gruppe, CV3.
Der Meteorit enthält große Chondren und weiße refraktäre Einschlüsse (CAI's). NWA 4759 zeigt ein Schockstadium S1 und einen Verwitterungsgrad W2.
Nordwest-Afrika (Marokko oder Algerien). TKW 721 g.
Größe 52 x 36 mm, Gewicht 8,0 g. Sammlung und Foto Thomas Witzke.
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Meteorit NWA 3118 (Endstück).
Kohliger Chondrit, Vigarano-Gruppe, CV3.
Der Meteorit enthält Olivin variabler Zusammensetzung, Pyroxene, Sulfide und untergeordnet einige Alterationsprodukte. Die Chondren sind meist klein. Verschiedene Typen refraktärer Einschlüsse (CAI's) sind vorhanden. Das Stück hier weist einen ungewöhnlich großen, 12 mm im Durchmesser aufweisenden Einschluss auf.
Fund 2003. Marokko. TKW 5895 g.
Größe 22 x 19 mm, Gewicht 4,8 g. Sammlung und Foto Thomas Witzke.
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Meteorit NWA 5930 (Endstück).
Kohliger Chondrit, Vigarano-Gruppe, CV3.
Fund 2009. Sahara, Nordwest-Afrika. TKW 525 g.
Größe 54 x 40 mm, Gewicht 13,6 g. Sammlung und Foto Thomas Witzke.
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Meteorit NWA 5932 (Vollscheibe).
Kohliger Chondrit, Vigarano-Gruppe, CV3.
Der Meteorit enthält zahlreiche Chondren und weiße refraktäre Einschlüsse (CAI's).
Fund 2009. Sahara, Nordwest-Afrika. TKW 861 g.
Größe 78 x 47 mm, Gewicht 25,0 g. Sammlung und Foto Thomas Witzke.
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Meteorit NWA 5943 (Vollscheibe).
Kohliger Chondrit, Vigarano-Gruppe, CV3.
Der Meteorit enthält zahlreiche große, weiße refraktäre Einschlüsse (CAI's), die zum Teil zonar aufgebaut sind.
Fund August 2009. Tinedjad, Marokko. TKW 228,9 g.
Größe 32 x 21 mm, Gewicht 3,43 g. Sammlung und Foto Thomas Witzke.
Vorder- und Rückseite der Scheibe.
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Meteorit NWA 6619 (Vollscheibe).
Kohliger Chondrit, Vigarano-Gruppe, CV3.
Schockstadium S1, Verwitterungsgrad W2.
Fund Januar 2011. Sahara, Nordwest-Afrika. TKW 3,367 kg.
Größe 48 x 31 mm, Gewicht 10,7 g. Sammlung und Foto Thomas Witzke.
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Meteorit NWA xxx (Vollscheibe).
Kohliger Chondrit, Vigarano-Gruppe, CV3.
Der Meteorit enthält große, weiße refraktäre Einschlüsse (CAI's).
Fund/Kauf 2009. Marokko. TKW 362 g.
Größe 39 x 35 mm, Gewicht 8,1 g. Sammlung und Foto Thomas Witzke.
Vorder- und Rückseite der Scheibe.
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Meteorit NWA xxx (Vollscheibe).
Kohliger Chondrit, Vigarano-Gruppe, CV3.
Der Meteorit enthält große, weiße refraktäre Einschlüsse (CAI's) und Chondren in einer dunklen Matrix.
Fund April 2009. Sahara, Nordwest-Afrika.
Größe 27 x 21 mm, Gewicht 3,881 g. Sammlung und Foto Thomas Witzke.
Unten:
Ausschnitt mit einem refraktären Einschluss (CAI).
Bildbreite 12 mm.
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Meteorit NWA xxx (Vollscheibe).
Kohliger Chondrit, Vigarano-Gruppe, CV3.
Der Meteorit enthält zahlreiche Chondren und weiße refraktäre Einschlüsse (CAI's) sowie verschiedene Gesteinsklasten.
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Fund ?. Nordwest-Afrika. TKW ? g.
Größe 206 x 160 mm. Sammlung und Foto Thomas Witzke.
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Detail aus obiger Scheibe. Bildbreite 75 mm.
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Detail aus obiger Scheibe. Bildbreite 100 mm.
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Meteorit NWA 1465 (Vollscheibe).
Kohliger Chondrit, Vigarano-Gruppe, CV3-anomal.
Bei dem Meteoriten handelt es sich um einen kohligen Chondriten vom Typ 3. Er enthält Chondren, refraktäre Einschlüsse sowie dunkle Einschlüsse. De Olivin in den Chondren ist ein Forsterit mit einem mitteleren Gehalt an Fayalit von 5,5 % (Bereich Fa0,4-41,9). Der Pyroxen hat ist Fe-arm (Fs0,8-5,5). In einigen Chondren ist Anorthit (An83,5) und Glas vorhanden. Die Matrix enthält Olivin (Fa43-57,6), Ca-reichen Pyroxen, Enstatit, Troilit, FeNi-Metall und Magnetit. Während die Mineralogie und die Zusammensetzung den CV3-Chondriten entsprechen, stehen die Sauerstoff-Isotopendaten in Übereinstimmung mit den Daten der CR-Chondrite. Schockstadium S4, Verwitterungsgrad S3.
Fund 2001. West-Sahara, Nordwest-Afrika. TKW 3 kg.
Größe 24 x 12 mm, Gewicht 3 g. Sammlung und Foto Thomas Witzke.
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Karoonda-Gruppe
Meteoriten der Karoonda-Gruppe enthalten Chondren bis einige mm Größe und kleine CAI's in einer dunklen Matrix aus Olivin, Pyroxen und Magnetit.
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Meteorit Dar al Gani 431 (Teilscheibe).
Kohliger Chondrit, Karoonda-Gruppe, CK3 anomal.
Der Meteorit enthält Chondren und CAI's in einer groben Matrix. Der Olivin in den Chondren ist zoniert (Forsterit, Fa0.4 - 36). Die CAI's enthalten Spinell, Anorthit und Diopsid - Augit. Der Olivin in der Matrix ist homogen (Forsterit, Fa33.8), daneben sind Magnetit, Plagioklas und Pyroxen vorhanden. Metallisches Eisen fehlt.
Fund März 1998. Dar al Gani, Al-Jufrah, Libyen (27°18.77'N, 16°13.92'E). TKW 353 g.
Größe 17 x 14 mm, Gewicht 0,57 g. Sammlung und Foto Thomas Witzke.
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Meteorit Karoonda (Fragment).
Kohliger Chondrit, Karoonda-Gruppe, CK4.
Der Meteorit enthält reichlich Chondren aus Forsterit (Fa etwa 32 - 34) von 0,5 - 3 mm Durchmesser in einer feinkörnigen, dunklen Matrix. Untergeordnet sind Plagioklas, Pigeonit, Magnetit, Pentlandit und einige Akzessorien vorhanden. Metallisches Eisen fehlt.
Fall 25. November 1930. Karoonda, South-Australia, Australien. TKW 41,73 kg.
Größe 4 mm, Gewicht 0,054 g. Sammlung und Foto Thomas Witzke.
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Meteorit NWA 4679 (Teilscheibe).
Kohliger Chondrit, Karoonda-Gruppe, CK4.
Schockstadium S2, Verwitterungsgrad W3.
Fund 2007. Nordwest-Afrika. TKW 735 g.
Größe 44 x 33 mm, Gewicht 4,1 g. Sammlung und Foto Thomas Witzke.
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Meteorit NWA 4800 (Teilscheibe).
Kohliger Chondrit, Karoonda-Gruppe, CK5 (CK4 ?).
Fund 2007. Nordwest-Afrika. TKW 152 g.
Größe 22 x 12 mm, Gewicht 1,108 g. Sammlung und Foto Thomas Witzke.
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Meteorit NWA 6009 (Teilscheibe).
Kohliger Chondrit, Karoonda-Gruppe, CK5.
Fund Dezember 2009. Nordwest-Afrika. TKW 75 g.
Größe 27 x 16 mm, Gewicht 3,121 g. Sammlung und Foto Thomas Witzke.
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Meteorit NWA 6155 (Vollscheibe).
Kohliger Chondrit, Karoonda-Gruppe, CK5.
Der Meteorit enthält Olivin (Forsterit, Fa30.9-31.2) und Pyroxen (Fs25.1-25.4Wo0.8). Schockstadium S2, Verwitterungsgrad W0.
Fund Dezember 2010. Nordwest-Afrika. TKW 53 g.
Größe 21 x 16 mm, Gewicht 1,52 g. Sammlung und Foto Thomas Witzke.
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Meteorit NWA 801 (Endstück).
Kohliger Chondrit, Renazzo-Gruppe, CR2.
Der Meteorit enthält große, z.T. porphyritische Chondren mit Forsterit und Pyroxen. Die Chondren sind oft umrandet mit Ni-Fe-Metall. Auch in der Matrix sind Tröpfchen von Ni-Fe-Metall verteilt. Die feinkörnige Matrix enthält reichlich Phyllosilikate.
Fund 2001. Nordwest-Afrika (Marokko oder Algerien). TKW 5 kg.
Größe 27 x 13 mm, Gewicht 6,6 g. Sammlung und Foto Thomas Witzke.
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Meteorit NWA 6043 (Vollscheibe).
Kohliger Chondrit, Renazzo-Gruppe, CR2.
Schockstadium S2, Verwitterungsgrad W2.
Fund ..... Nordwest-Afrika. TKW 1220 g.
Größe 22 x 17 mm, Gewicht 0,7 g. Sammlung und Foto Thomas Witzke.
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Meteorit NWA 3100 (kleine Teilscheibe).
Kohliger Chondrit, Renazzo-Gruppe, CR6 (oder Achondrit, CR-Metachondrit).
Der Meteorit ist weitgehend rekristallisiert und weist eine polygonal-granulare, feinkörnige (0,03 - 0,7 mm), metamorphe Textur auf. Er besteht zu 78 % aus Olivin (Forsterit, Fa28.7), 10 % Orthopyroxen (Enstatit Fs23.5Wo0.8), 5 % Plagioklas (Albit, An34.1Or3.1), 5 % Troilit, 1 % Ni-Fe-Metall und einigen Akzessorien. In dem Material finden sich vereinzelt reliktische Chondren. Die Sauerstoff-Isotopenwerte plotten auf einer Linie mit CR2-Chondriten wie NWA 801 und CR-Metachondriten (NWA 011, 4587 und Pairings). Das weist auf einen relativ großen CR-Mutterkörper mit substantiellem Metamorphismus und partieller Aufschmelzung hin.
Im Meteoritical Bulletin wird NWA 3100 als ungruppierter Primitiver Achondrit eingeordnet, neue Untersuchungen (Bunch et al., 2008) charakterisieren ihn als CR6.
Fund 2003. Marokko. TKW 136 g.
Größe 14 x 3,5 mm, Gewicht 0,16 g. Sammlung und Foto Thomas Witzke.
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Bencubbin-Gruppe
Bei den Vertretern der Bencubbin-Gruppe handelt es sich um metallreiche kohlige Chondrite mit Mg/Si-Verhältnissen nahe dem solaren Wert und Sauerstoffisotopenverhältnissen unterhalb der terrestrischen Fraktionierungslinie. Die CBa-Untergruppe weist bis cm-große chondrenartige Objekte auf, reichlich Metall (> 50 Vol.-%) und keine oder fast keine refraktären Einschlüsse (CAI's). Die CBb-Untergruppe enthält nur kleine Chondren (etwa 0,2 - 1 mm Durchmesser), reichlich Metall (Ca. 70 Vol.-%) und einige refraktäre Einschlüsse. Es ist nicht bekannt, ob es sich bei einigen oder allen Bencubbiniten um echte Chondrite handelt.
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Meteorit Bencubbin (Teilscheibe).
Kohliger Chondrit, Bencubbin-Gruppe, CBa.
Bei dem Bencubbin-Meteorit, dem Namensgeber dieser Gruppe von Kohligen Chondriten, handelt es sich um eine polymikte, chondritische Brekzie aus Fe-Ni-Metall, achondritische Silikat-Klasten und chondritische Fragmente sowie Glas-Metall-Schmelze. Der Metallanteil liegt bei etwa 60 Vol.-%. Die chondritischen Fragmente bestehen aus verschiedenen Typen (LL, L, CR, R u.a.) und stellen wahrscheinlich Reste eines Regoliths dar.
Die Entstehung von Bencubbin ist vermutlich auf einer Kollision zwischen zwei geschmolzenen Körpern, einem Metall-reichen, chondritischen Körper und einem reduzierten, silikatischen Körper. Alternativ wird auch ein Hochgeschwindigkeits-Impakt zwischen zwei festen Körpern diskutiert. Eine weitere Theorie geht von einer primären Bildung im solaren Nebel aus. Metall- und Silikatpartikel weisen eine Sortierung nach der Masse auf. Nach der Akkretion der Partikel sind sie durch Impakte und Metamorphose stark überprägt worden.
Fund 1930. NW von Bencubbin, Western Australia, Australien. TKW 118 kg.
Größe 26 x 19 mm, Gewicht 2,93 g. Sammlung und Foto Thomas Witzke.
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Meteorit NWA 4025 (Endstück).
Kohliger Chondrit, Bencubbin-Gruppe, CBa.
NWA 4025 weist etwa 60 - 80 Vol.-% Metallkomponente auf. Die Silikatkomponente enthält bis einige Millimeter große Chondren verschiedener Texturtypen. Der Olivin ist sehr eisenarm (Fa1.7-4.4), ebenso der Pyroxen (Fs1.5-3.9). Nach Petrographie und Metall/Silikat-Verhältnis handelt es sich um einen Bencubbinit, und sehr ähnlich dem Namensgeber der Gruppe, jedoch legen die Sauerstoff-Isotopenverhältnisse eine enge Beziehung zu den CH-Chondriten nahe.
Fund 2005. Nordwest-Afrika. TKW 745,5 g.
Größe 17 x 12 mm, Gewicht 1,45 g. Sammlung und Foto Thomas Witzke.
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Meteorit Gujba (Vollscheibe).
Kohliger Chondrit, Bencubbin-Gruppe, CBa3.
Der Meteorit ist einer der ungwöhnlichsten bisher bekannten. Etwa 60 % der Chondren bestehen aus Metall (Kamacit) und 40 % aus Silikat. Die dunkle Matrix ist silikat- und kohlenstoffreich. Die Metallchondren sind in sich homogen, unterscheiden sich jedoch untereinander in ihrem Ni-Gehalt und sind nicht zoniert. Der Meteorit ist nicht equilibriert. Gujba wurde vermutlich im kalten Zustand akkretiert und hat keine starke thermale Metamorphose erfahren. Die leichte Deformation der Chondren könnte durch eine gewisse Aufheizung während der Kompaktion oder durch einen Impakt verursacht sein. Die genaue Entstehung von Gujba und den anderen Bencubbiniten ist noch ungeklärt.
Fall 3. April 1984. Bogga Dingare, Yobe, Nigeria. TKW ca. 100 kg.
Größe 31 x 18 mm, Gewicht 2,55 g. Sammlung und Foto Thomas Witzke.
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Meteorit Almahata Sitta "MS-181" (Teilscheibe).
Kohliger Chondrit, Bencubbin-Gruppe, CBa.
Bei dem Meteoriten Almahata Sitta handelt es sich um die Reste des Asteroiden 2008 TC3. Der Asteroid wurde am 6. Oktober 2008 in rund 500.000 km Entfernung von der Erde entdeckt. Bahnberechnungen ergaben, dass er am 7. Oktober 2008 auf der Erde in Nord-Sudan in der Nubischen Wüste einschlagen wird. Es handelt sich um den ersten vorausberechneten Impakt eines Asteroiden auf der Erde. Der 4 Meter große und etwa 80 Tonnen schwere Körper trat zum vorausberechneten Zeitpunkt über dem nördlichen Sudan mit einer Geschwindigkeit von 12,8 km/s in die Erdatmosphäre ein und explodierte in etwa 37 km Höhe. Reste des Asteroiden erreichten den Boden bei „Almahata Sitta“ (arabisch für Station 6) der Bahnlinie zwischen Wadi Halfa und Al Khurtum, Nordost-Sudan. Gefunden wurden ca. 250 kleine Stücke.
Almahata Sitta wurde als polymikter Ureilit klassifiziert. Unter den Exemplaren des Falls fanden sich verschiedene ureilitische, enstatit-chondritische und chondritische Lithologien. Die hier vorliegende Teilscheibe stammt von einem 58.63 g schweren Exemplar ("MS-181"), das als Bencubbinit identifiziert wurde. Almahata Sitta dürfte damit von einem sehr heterogenen Mutterkörper stammen.
Fall 7. Oktober 2008. Almahata Sitta, Nordost-Sudan. TKW ca. 5 kg.
Größe 8 x 5 mm, Gewicht 0,22 g. Sammlung und Foto Thomas Witzke.
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Meteorit Isheyevo (Teilscheibe).
Kohliger Chondrit, Bencubbin-Gruppe, CBb3 (CBb/CH).
Der Meteorit enthält im Durchschnitt etwa 60 Vol.-% Ni-Fe-Metall mit 4,2 - 8,4 Masse-% Ni, 0,2 - 0,6 % Co und 0,03 - 0,6 % Cr. Daneben sind kleine silikatische Chondren (0,02 - 1 mm Größe), Chondren-Fragmente und CAI's vorhanden. Der Olivin ist meist Fe-arm (Fa2.5), nur selten sind Fe-reichere Olivine (Fa10-38). Bei den Pyroxenen gibt es ebenfalls Fe-arme und Fe-reichere (Fs2.1Wo1.7 und Fs8-12Wo0.8-1.8). Isheyevo weist zwei Lithologien auf, eine dominante, metallreiche mit etwa 60 - 90 Vol.-% Metallanteil, die dem Bild anderer CBb-Chondrite entspricht, und eine nur untergeordnet vorhandene, chondrenreiche, metallarme mit nur 7 - 20 % Metall, die Ähnlichkeiten mit CH-Chondriten aufweist. Schockstadium S1, Verwitterungsgrad W1.
Fund 2003. Isheyevo, Ishimbai Region, Bashkortostan, Russland. TKW 16 kg.
Größe 21 x 8 mm, Gewicht 1,02 g. Sammlung und Foto Thomas Witzke.
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High iron-Gruppe
Die Vertreter der High iron-Gruppe der Kohligen Chondrite (CH-Gruppe) sind durch sehr kleine Chondren und CAI's gekennzeichnet. Der Metallgehalt ist recht hoch und liegt um die 20 %. Es ist nicht gesichert, ob es sich um echte Chondrite handelt. Es besteht eine enge, aber noch nicht genau geklärte Beziehung zur Bencubbin-Gruppe. Derzeit sind nur sehr wenige Vertreter der CH-Gruppe bekannt.
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Meteorit Sayh al Uhaymir 290 (Endstück).
Kohliger Chondrit, High iron-Gruppe, CH.
Der Meteorit besteht aus sehr kleinen, bis etwa 20 µm großen Chondren, feinkörnigen Metall-Aggregaten (etwa 15 %), sowie spärlichen (0,1 %) kleinen CAI's bis 40 µm Durchmesser in einer Matrix. An Mineralen finden sich Forsterit (Fa1.88-0.83), Pyroxen (Fs3.99-5.16 Wo3.01-1.80), Ti-reicher Pyroxen (Fs2.88Wo19.66). Die Metallkomponente enthält Kamacit (Ni3.7-8.0) und Tetrataenit (Ni59.2 Masse-%). In den CAI's finden sich hauptsächlich Hibonit und Grossit. Das hoch refraktäre Material verweist auf Peak-Temperaturen von 1386 - 1074 °C im solaren Nebel.
Fund 2004. Sayh al Uhaymir, Al Wusta, Oman (21° 04' 31.6'' N, 57° 08' 49.3'' E). TKW 1796 g.
Größe 13 x 11 mm, Gewicht 1,307 g. Sammlung und Foto Thomas Witzke.
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C3 ungruppiert
Einige kohlige Chondrite lassen sich bisher keiner Gruppe zuordnen. Sie würden eigene Gruppen bilden, jedoch sind jeweils noch nicht genügend Vertreter bekannt, um formal eine neue Gruppe zu begründen. Die Unterschiede zu den bestehenden Gruppen machen es wahrscheinlich, dass sie auch von anderen Mutterkörpern stammen.
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Meteorit NWA 4611 (Teilscheibe).
Kohliger Chondrit, ungruppiert C3
Über den Meteoriten liegen derzeit noch keine näheren Daten vor.
Fund 2007. Nordwest-Afrika. TKW 242 g.
Größe 18 x 15 mm. Gewicht 0,625 g. Sammlung und Foto Thomas Witzke.
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Meteorit NWA 5958 (Fragment).
Kohliger Chondrit, ungruppiert C3.0
NWA 5958 weist eine fragmentale, klastische Textur mit Chondren, Chondrenfragmenten, sehr kleinen CAI's, Xenolithen verschiedener Lithologien kohliger Chondrite sowie Calcit in einer dunklen, feinkörnigen Matrix auf. Die Zusammensetzung des Olivins in intakten Chondren sowie zonierten Chondrenfragmenten reicht von Forsterit bis Fayalit (Fa0.15-88). Weiterhin sind Enstatit und Diopsid vorhanden (Bunch et al., 2011). Es handelt sich um einen primitiven, kohligen Chondriten mit einer CI-ähnlichen Chemie, der sich jedoch von diesem Typ sehr deutlich unterscheidet durch die vorhandenen Chondren und die fehlende Alteration durch wässrige Lösungen auf dem Mutterkörper (Ash et al., 2011). Einzigartig ist die Sauerstoffisotopen-Zusammensetzung. Die Werte (delta18O = -11.398, -12.530 und delta17O = -8.803, -9.869) liegen auf der Verlängerung der Linie der CV- und CK-Chondrite. NWA dürfte eine sehr spezielle Probe aus dem frühen Sonnensystem repräsentieren (Bunch et al., 2011). Als Fundort wird Algerien (Bunch et al., 2011) oder SW-Marokko (Meteoritical Bulletin Database) angegeben. Schockstadium S1, Verwitterungsgrad W1.
Fund 2009. SW-Marokko oder Algerien. TKW 286 g.
Größe 9 x 7 mm. Gewicht 0,248 g. Sammlung und Foto Thomas Witzke.
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Meteorit Sahara 00182 (Teilscheibe).
Kohliger Chondrit, ungruppiert C3 mit Beziehungen zu CR und CV
Sahara 00182 weist konzentrische Chondren ähnlich denen aus CR-Chondriten auf. Der Kern besteht aus Mg-reichen Silikaten (z.T. mit Metall), die aus einer Schmelze erstarrt sind, umgeben von Metall-Tröpfchen. Darüber findet sich eine Lage aus Olivin und/oder Pyroxen, die auf Metamorphose oder Schmelzprozesse durch ein kurzzeitiges Hitzeereignis hinweist. Die Zuammensetzung der Chondren und des Ni-Fe-Metalls (4.7 - 6.6 % Ni) sowie der geringe Anteil an CAI's ist vergleichbar den CR-Chondriten. Die Matrix weist jedoch keine Phyllosilikate auf. Nach den Sauerstoff-Isotopendaten (delta18O=-0.19, delta17O=-3.89 Promille) liegt er jedoch im CV-Feld und in der Nähe der CO-Chondrite. Der Anteil der CAI's liegt mit 1,1 % jedoch weit unter dem der CV-Chondrite, ebenso unterscheidet sich das Verhältnis von Chondren zu Matrix deutlich, Sahara 00182 enthält sehr viel mehr Chondren (64.9 %) als die CV-Chondrite (33 - 52 %). Schockstadium S2, Verwitterungsgrad W2.
Fund 2000. Sahara. TKW 70 g.
Größe 10 x 7 mm. Gewicht 0,23 g. Sammlung und Foto Thomas Witzke.
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Meteorit Ningquiang (Fragment).
Kohliger Chondrit, ungruppiert C3 mit Beziehungen zu CV und CK
Der Meteorit wurde zunächst als anomaler CV klassifiziert, dann als anomaler CK, und wird heute als ungruppierter C3-Chondrit eingestuft. Ningquiang ähnelt in der Textur den CV-Chondriten, er enthält zahlreiche gut ausgebildete Chondren, jedoch im Gegensatz zu den CV-Chondriten nur sehr wenig CAI's (ca. 1 %). Weiterhin sind unregelmäßig geformte mafische Einschlüsse vorhanden, die im Wesentlichen aus Olivin und Pyroxen bestehen. Der Gesammtchemismus ähnelt den CK-Chondriten. Der Chondrenanteil ist jedoch erheblich höher als bei diesen. Ningquiang könnte bei weiteren ähnlichen Funden eine eigene Gruppe im CK-CV-Clan begründen.
Fall 25. Juni 1983. Ningquiang, Shanxi, China (32°55'30'N., 105°54'24"E). TKW 4,61 kg.
Größe 2 mm. Sammlung und Foto Thomas Witzke.
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weiter zu
Literatur siehe Hauptseite Meteorite
Weitere verwendete Literatur:
allgemein: Elsila, J.E. et al. (2005) Geochimica et Cosmochimica Acta 69, 1349-1357
Ivuna: Ehrenfreund et al. (2001) PNAS 98, 2138-2141
NWA 1465: Greshake, A. et al. (20031) Lunar and Planetary Science 34, 1560
Tagish Lake: Keller & Flynn (2001) Lunar and Planetary Science XXXII, 1639; Hiroi et al. (2003) Lunar and Planetary Science XXXIV, 1425
Bells: Brearley, A.J. (1989) Meteoritics 24, 255
Mighei: Vdovykin, G.P. (1973) Space Science Reviews 14, 832-879; Zega, T.J. et al. (2004) Earth and Planetary Science Letters 223, 141-146; Garvie, L.A.J. & Buseck, P.R. (2004) Earth and Planetary Science Letters 224, 431-439
Allende: Carlson & Tera (1998) Origin of the Earth and Moon Conference, 4066; Amelin et al. (2002) Lunar and Planetary Science XXXIII, 1151
Gujba: Weisberg et al. (2002) Lunar and Planetary Science XXXIII, 1551; Rubin et al. (2001) Lunar and Planetary Science XXXII, 1779
Bencubbinite: Weisberg, M.K. et al. (2001) A new metal-rich chondrite grouplet.- Meteoritics & Planetary Science 36, 3, 401-418
NWA 3100: Bunch et al. (2008) Lunar and Planetary Science XXXIX, 1991
Sahara 00182: Smith et al. (2004) Meteoritics & Planetary Science 12, 2009-2032; Weisberg, M.K. (2001) 64th Annual Meteoritical Society Meeting, 5446.pdf
Ningquiang: Koeberl et al. (1987) Lunar and Planetary Science 18, 499; Rubin et al. (1988) Meteoritics 23, 13-23
NWA 5958: Bunch, T.E. et al. (2011): Petrology and extreme oxygen isotopic composition of type 3.00 carbonaceous chondrite Northwest Africa 5958: A unique, primitive, 16O-rich early solar system sample.- 42nd Lunar and Planetary Science Conference, 2343.pdf; Ash, R.D. et al. (2011): The trace element chemistry of Northwest Africa 5958, a curios primitive carbonaceous chondrite.- 42nd Lunar and Planetary Science Conference, 2325.pdf
SYSTEM SAMPLE
© Thomas Witzke / Stollentroll
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